Ausgabe TRA 17 Hal
(Leider liegen nicht mehr alle Dateien dieser Ausgabe vor)
In Gareth konnte sich an der dortigen Fakultät für Denkkunst an der befindlichen Akademie der gottgefälligen Künste erst-mals ein Sohn unserer Stadt Thorwal mit der als bahnbrechend bezeichneten Arbeit "Über das Wesen des Thorwalers an und für sich" habilitieren. Die Arbeit enthält nach übereinstimender Meinung des Lehrkörpers den ersten ernstzunehmenden Versuch, daß Wesen unserer geliebten Heimat in wissenschaftlich haltbarer Thesen zu fassen. Der Autor Husquarna Dorschklüter, übrigens ein Bruder des bekannten Ottaführers, Döbel, kommt in seiner Arbeit zu dem bedeutenden Schluß, daß die "Verbundenheit des Thorwalers mit der Natur, die eine instinktive Auffassungs-bereitschaft für die Gesamtheit der natürlichen Botschaften impliziet mit einschließt, den größten Teil des Erfolges der Thorwaler und damit eben auch einen wesent-lichen Bereich des thorwal'schen Wesens an und für sich zu erklären vermag." Dieser radikal naturdenkerische Ansatz ist erstmalig auf ein Volk angewandt worden. Laut Dorschklüter geht er auf einige Thesen Ro-hals des Weisen zurück, der es vermieden hätte, dem Wesen der Völker ergründend und eben auch wertend nachzugehen.
Heftige Kontroversen löste eben dieser wertende Teil der Schrift Dorschklüters aus. So wurde allgemein in der denkerischen Literatur der analytische Ansatz hoch gelobt, aber beispielsweise lehnte der tulamidische Denker Mirco Dannunzio (in: hesindische Schriften, Nr. 23, S. 45-59, 17 Hal) die Anwendbarkeit der Methode auf Thorwal ab, solange nicht die prägende Rolle der Tulamiden im Bezug auf die aven-turische Natur geklärt sei.
Ernstzunehmender war der Einwurf Sithilf, Sohn des Röber (in Der Zwerg denkt! - programmatische Schriften zum Zwergen-tum, Nr. 238, S.2 - 44, 17 Hal), der die allgemein als am naturverbundensten geltenden Elfen (s. Adamant Scheinwerfel, "Elfen in ihrer natürlichen Umgebung, Verlag Wissen ist Macht, Warunk, 13 Hal) insbesondere in ihrer machtpolitischen Erfolglosigkeit als Gegenbeispiel darstellte. Dieser Einwurf konnte mit dem Hinweis auf die prinzipielle Verschiedenheit von Mensch und Elf entkräftet werden, wie ihn H. Dorschklüter in seiner Arbeit auf S. 32ff ausführlich dargelegt hat. Zudem haben sich laut Dorschklüter die Elfen niemals mit der gewaltigen Kraft des Meeres messen müssen, dessen volkscharakterprägenden Einfluß Dorschklüter nicht müde wird vorzustellen.
Eine weitere Parallele zieht Dorschklüter aus der auffallenden Synchronizität des Aufstrebens von Thorwal und des Born-landes. beide Völker seien der nördlich -rauhen Natur und eben als 2. Prägungskomponente den Weiten des Meeres in besonderem Maße ausgesetzt. Allerdings überwiege bei den Bornländern das "Agraische", weshalb sie z.B. im Vergleich zu den Thorwaler Schiffen eine signifikant geringere Kaperqote gegenüber den Gale-ren der Sklavenstaaten haben. Auch Al'Anfa sei als seefahrende Nation leider zu einigem befähigt, wie die letzten Monate zeig-ten, denn sie errangen die Siege über die bezeichnenderweise meeresunerfahrenen Novadis mit erstaunlicher Leichtigkeit. Al' Anfa hätte aber schon von der überlegen machenden Prägungskraft der Natur her, der die nördlichen Gegner ausgesetzt seien, keine Chance. Er zitiert, nach seinen Thesen treffend, Kaiser Hal: "Dieser Krieg war für den Feind verloren, noch bevor er begann!" (Hal, Kaisersprüche, Gareth)
Überraschenderweise kommt die härteste Kritik an dem Werk vom Bruder des Autors. Gedanken, die ich Ihnen, liebe Leser, nicht vorenthalten möchte, weil aus ihnen echt thorwal'sche Erfahrung, doch auch eine beklagenswert denkfeindliche Haltung spricht. Döbel erklärte, wir zitieren wörtlich aus beglaubigten Abschriften eines Thekenmitschriebs, daß das Buch seines Bruders "verquirlte Seeschlangenscheiße" sei. Er habe sich tagelang durch das Werk seines "durchgeknallten" Bruders gequält, und sei "dabei seekrank wie nie gewesen!" Als erster Schritt habe er ihm den monatlichen Wechsel nach Gareth gesperrt. Sowas käme dabei rum, wenn man daß Brüderchen gewähren lasse und ihn nach Gareth schicke. Heute hätte er eine bessere Methode, "jeden Tag ein paar hinter die Lüstern, wenn er nicht spurt und ab auf die Otta!". Döbels Ansicht nach ist dieser "ganze Stubenhockererguß reif für den Orkus".
Abschließend bleibt zu bemerken, daß die Arbeit Husqarna dorschklüters einen sehr interessanten analytischen Ansatz bietet, den zu verfolgen sich lohnt. Insbesondere bietet er einen erfrischend nichtreligiösen Erklärungsansatz. Alles in allem also eine große Leistung, die in verschiedenen Publikationen der geistigen Eliten Aventuriens bereits ihren Niederschlag ge-funden hat und sicherlich weiterhin Impilse geben wird.
Guerilla-Krieg im andergastisch-nostrischen Grenzgebiet?
Ein Radegast I., der sich selbst für den legitimen König von Nostria und Andergast hält, wirbt zur Zeit Söldner an, um seine wunderlichen Krönungsansprüche durchzusetzen.
Die Gesandten Andergasts und Nostrias wurden beim obersten Hetmann vorstelleg, um ihn zu bitten, die Werbeaktionen des dubiosen Radegast I. zu unterbinden.
Die wahre Geschichte
Flußburg
Brief aus dem Nachlaß des Händlers Mercator :
Peilinen/Flußburg, den 9. Praios, 17 Hal
Hochverehrter Vater,
Peilinen würdest Du kaum wiedererkennen. Ca. 250 Einwohner beherbergt diese kleine Stadt inzwischen, Ja eine kleine Stadt ist es mittlerweile geworden und seine Bewohner nennen es nun Flußburg; zu recht. Ganz Flußburg ist von einer Palisade mit Wehrgang umgeben. Acht unterschiedlich große Türme vervollkommnen den Schutzwall. Sogar in den Fluß hinein hat man noch zwei Türme mit Rotzen gebaut, gegen die Flußpiraten. Nach Nordwesten hin ist auf einem Turm eine Hornisse installiert worden. Diesen Aufschwung hat das Dorf dank der Ingvalschen Handelscompanie genommen, die hier ihren nördlichsten Außenposten eingerichtet hat. Man kann es kaum glauben, aber 25 Söldner der Companie sind in einem Gebäude am Fluß untergbracht. Sie sorgen für die Sicherheit des Ortes und des Handelsweges nach Thorwal. Der Weg ist im Vergleich zu Deinen Erzählungen wesentlich sicherer geworden, auch wenn die Söldner nicht überall zugleich sein können. Mit der Companie kamen auch 15 Weberfamilien nach Flußburg. Sie verkaufen ihre Stoffbahnen, nachdem sie Die Wolle zuvor von der IHC kauften, wieder an die IHC. Sie verdienen nicht gerade viel. Bei den anderen Einwohnern sind sie unbeliebt, so daß sie ein eigenes Wirtshaus als Treffpunkt haben. Wohnen tun sie in zum Teil sehr heruntergekommenen Häusern, die ausnahmslos der Companie gehören. Einige Bauernfamilien und die Handwerker haben von der Entwicklung enorm profitiert. Sie versorgen die IHC mit Proviant, etc.; sogar Kartoffel werden angebaut, gehandelt und exportiert, allerdings auch nur durch die IHC. Viele der kleinen Bauern sind aber weggezogen (worden), ihr Grundbesitz wurde von der Companie zu Spottpreisen aufgekauft. Mit dem Wohlstand kamen auch die Götter an diesen aufstrbenden Ort: Die IHC baute einen Phextempel, in dem zwei Phexgeweihte Dienst tun. Die wohlhabenderen Bürger finanzieren einen Traviatempel.
Ich selbst werde werde morgen nach Thorwal aufbrechen, da gegen das Handeslmonopol der IHC nichts auszurichten ist. Die Companie weigerte sich mir wenigstens einen Söldner zur Verfügung zu stellen. So mache ich mich zusammen mit unserem Gehilfen allein auf den Weg. Der Kommandeur versicherte mir, daß der weg sicher sei...
TTT - Thorwal Top Ten
1.(-) Dreckig, feige und gemein, ja so muß ein Schwarzmops sein "Die Heilkundigen"
2.(1) Wir sind die Welt "USA - Unierte Skladen für Aventurien" (Der Erlöss kommt dem Sklavenhilfswerk zugute)
3.(3) Wir lagen vor Maraskan "Windfänger-Chor"
4.(6) Geboren wild zu sein "Steppenelf"