Rommilys ist die Residenzstadt der Fürstin Irmegunde von Darpatien, und hat somit trotz aller "neuen, aufrührerischen Umtrieben" wie dem Stadthaus des Bürgertums nicht so viele Rechte wie eine freie Stadt. Verwaltet wird die Stadt von einem Zwölfer-Rat, und der Stadtvogt Godefried von Görz-Windwasser kann - im Namen der Fürstin - jederzeit sein Veto gegen Entscheidungen des Rates einlegen, was jedoch zum letzten Mal vor ? Jahren geschehen ist.
Es ist kein Geheimnis, daß der aus dem Bornland stammende Edle seine
hohe Stellung im Fürstentum allein der Patronage seines
Waffengefährten aus alten Tagen, Grabunz von Dargezin, dem Vater von
Fürstin Irmegunde zu verdanken hat. Schon vor einigen Jahren zum Stadtvogt
von Rommilys ernannt, wurde Godefried von Görz-Windwasser, nachdem sein
Amtsvorgänger, ein enger Vertrauter Fürstin Hildelinds, als Answinist
verurteilt und zur Feste Rulat verbracht worden war, auf Bitte des
Alt-Fürsten zum Landkanzlers bestallt. Recht glücklich zeigte sich
Irmegunde über dieses Zugeständnis nicht, vermochte sie doch nicht
in gewünschtem Maße Einfluß auf ihren Kanzler zu nehmen.
Als durch und durch rechtschaffend bekannt, weigerte sich Godefried standhaft,
sich nach dem Willen der Fürstin für ihre politischen "Spiele"
einspannen zu lassen. Als Alt-Fürst Grabunz 24 Hal starb, nutzte Irmegunde
augenblicklich die Gunst der Stunde: einen Tag nach der Beisetzung Grabunz'
ersuchte sie ihren ungeliebten Ministerialen, sich aus gesundheitlichen
Gründen vom Amte des Kanzlers zurückzuziehen, um ihre Favoritin
Ismena von Rabenmund einzusetzen. Seit dieser Zeit hat sich das Verhältnis
zwischen Godefried und der Fürstin merklich abgekühlt. Nicht etwa,
daß ihn der Machtverlust erzürnte, wohl aber ist er tief über
die Art und Weise, wie Irmegunde ihn abserviert hat, enttäuscht.
Als Stadtvogt von Rommilys ist Godefried aber nachwievor unangefochten,
genießt er doch bei den Bürgern großen Respekt und versteht
es trefflich in manch schwieriger Situation zwischen den Interessen der
Bürgerschaft und des Fürstenhauses zu vermitteln. So ist er als
Stadtvogt und zugleich fürstlicher Vertreter im Stadtrat eine unverzichtbare
Stütze der Fürstin, weiß sie doch, daß es nicht zuletzt
Godefrieds Wirken zu verdanken ist, daß sie sich der Unterstützung
der Bürger ihrer Stadt so sicher sein kann.
Geboren
33 v.H. dürfte es wohl nicht mehr allzuviele Götterläufe dauern,
bis Godefried die Fürstin um seine Entlassung bitten wird. Wer ihm in
seinem Amt nachfolgen wird, kann sich momentan noch niemand vorstellen.
Unbestechlichkeit, bedingungslose Aufrichtigkeit und ein ruhiges, um Ausgleich
bemühtes Wesen, so könnte eine Aufzählung der Tugenden des
altgedienten Recken Godefrieds aussehen. Mangelnde politische Beweglichkeit
und ein bedauerliches Desinteresse am diplomatischen Wechselspiel, so würde
unzweifelhaft manch Höfling der Fürstin ihm außerdem attestieren.
Nein, Godefried ist nicht geschaffen für das Ränkespiel auf dem
politischen Parkett. Nichtsdestotrotz stellt er in Rommilys einen beachtlichen
Machtfaktor dar, denn seine Politik des Ausgleichs hat in nicht unerheblicher
Weise dazu beigetragen, daß Rommilys in den letzten Jahren eine wahre
Blüte erlebt hat, und sich nicht, wie manch andere Stadt, in
Ränkespielen aufgerieben hat. Der Name Godefried steht als Symbol für
die Gemeinschaft, und unter seinem Vorsitz ziehen die verschiedenen Fraktionen
innnerhalb der Stadt zumindest meistens an einem Strang. Und so laviert sich
der angeblich ungeschickte Bär überaus gewandt durch alle Fallstricke
seiner ränkeschmiedenden Bürgerschaftsvertreter, immer sein Ziel
vor Augen, ein einiges Rommilys in Eintracht mit der Fürstin. Er ist
ein Mann des Ausgleichs und oft wird er um einen Schiedsspruch gebeten.
Godefrieds untadeliger Ruf in der Bürgerschaft hatte zwischenzeitlich
Schaden genommen, alldieweil er kompromißlos den Wunsch der Fürstin
durchsetzte, die Arbeiten an der neuen Stadtmauer und den zugehörigen
Befestigungen so schnell wie irgend möglich zu vollenden, was eine nicht
unerhebliche Belastung der Bürger durch zusätzliche Steuern aber
auch Schanzdienste bedeutete. Doch seit der Eroberung Altzolls durch die
Schwarzen Horden bedarf es keiner großen Anstrengung mehr, die Bürger
von der Notwendigkeit der neuen Stadtbefestigung zu überzeugen.
| Lebenslauf | |
| 13. Tsa 33 v.H. | Geboren als 3. Sohn des Edlen von Großbeeren Gemeinsame Kindheit mit Grabunz von Dargezin |
| 14 v.H. | Absolvent der Kriegerakademie Neersand Dienst in der Garde Neersands |
| 12 v.H. | Wiedertreffen mit dem Jugendfreund Dargezin, gemeinsame Abenteuer |
| 10 v.H. | Nach Hildelinds Thronbesteigung und der Hochzeit Hildelinds mit Grabunz folgt er seinem Freund nach Rommilys. In der Folge übernimmt er für die Fürstin einige Missionen in den Trollzacken |
| 8 v.H. | Edler von Rommilys Hauptmann im darpatischen Heer |
| 5 Hal | Rückkehr ins Bornland |
| 10 Hal | Teilnahme an der Ogerschlacht Stadtvogt von Rommilys |
| 21 Hal | Landkanzler von Darpatien |
| 24 Hal | Rücktritt vom Posten des Landkanzlers |
| 12. Travia 29 Hal | Hochzeit mit der bornischen Edlen Svetlana von Greifenklau, Edle von Reichsforst |
Rondra 30 Hal |
Geburt des ersten Sohnes |
| Travia 31 Hal | Geburt des zweiten Sohnes |
Typische Zitate:
"Ich bin der bornische Fels im Darpat, mich schmeißt so schnell nichts um!""Tragt mit Euer Anliegen im Stolz vor, dort sitzt man bequemer."