Beschreibung:
Der türmchengeschmückte, zweiflügelige Bau - im
Stadtteil Neustadt gelegen - stellt den ganzen Stolz
der Bürgerschaft dar, Ausdruck ihrer zunehmenden Souveränität
und ihres wachsenden Standesbewußtseins. Zähes Ringen hat es gekostet,
Fürstin Hildelind die Erlaubnis abzutrotzen, den Vertretern der
Bürgerschaft einen eigenen Sitz zuzugestehen, und erst auf
nachdrückliches Wirken des Stadtvogtes gab sie vor 15 Jahren ihre Erlaubnis,
ein Haus zu errichten zu dem Behufe, daß die Bürger dort
ihre Belange bestellen mögen". Bis dahin mußten die
Bürgerschaften sich in Lokalitäten und Gildenstuben versammeln.
Die eigentlichen Verwaltungsaufgaben aber oblagen allein den fürstlichen
Beamten. Gerade in den letzten Jahren aber ist man bei Hofe zu der
Überzeugung gekommen, daß ein Mehr an Selbstverwaltung für
ein Prosperieren der Stadt nur günstig ist, und so zeigt man sich mehr
und mehr geneigt, der Bürgerschaft Teile der Verwaltung in eigene Hand
zu geben - auch wenn man sich längst nicht mit der Freizügigkeit
einer freien Reichsstadt messen kann, nicht umsonst ist Rommilys fürstliche
Residenzstadt.
Als Stadthaus wurde ein Flügel des Gebäudes der fürstlichen Verwaltung am Neumarkt der Bürgerschaft übergeben. Der dreistöckige, zweiflügelige Fachwerkbau mit dem hohem, steilem Giebeldach, den mannigfachen Ziererkern, den Arkaden und dem Doppeltürmchen an einer der Stirnseiten, war damals wie heute stolzer Ausdruck städtischen Lebens. Vor sieben Jahren hat gar die Bürgerschaft an dem Turm eine Uhr anbringen lassen mit einem Zeiger, der die Stunden anzeigt - man hat dazu eigens einen Uhrmacher aus Vinsalt bestellt -, seitdem obliegt es nicht länger einem Glöckner, in der Neustadt die Stunden zu verkünden.
Unter den Arkaden haben Händler ihre Stände aufgeschlagen, bieten lautstark ihre Güter feil. Vor dem Stadthaus stehen auch auf einem hölzernen Podest Pranger und Schandkorb - hier werden verurteilte Sünder an Leib und Ehre vor den Augen der Menge bestraft.
Das Stadthaus bildet das Herz des politischen Lebens der Stadt. Hier versammelt sich alle zwei Wochen der Hohe Rat der Stadt (bei Bedarf auch öfter), der aus Vertretern der Gilden, Stadtteile und Tempel besteht. In der Ratskammer im zweiten Stock spielen sich politische Debatten wie über den Anschluß von Stadtteilen an das Kanalisationsnetz, die Erhöhung der Steuern auf Wein oder die Verlängerung des Dienstes an den Mauern ab. Doch auch die Streitereien der verschiedenen Gruppierungen haben hier ihr Forum: Mephaliten gegen Praios-geweihtenschaft, Händler gegen Adlige, Aldewyk gegen Hafenviertel. Doch auch Festivitäten werden hier abgehalten. Zudem gibt es zwei Stuben, die für Beratungen in kleinerem Kreise zur Verfügung stehen, so. z.B. die eigenständigen Räte der Stadtteile. Diese Kammern werden auch von einigen Zünften für ihre Versammlungen genutzt.
In den unteren Geschoßen sind die Abteilungen beheimatet, die die tägliche Arbeit einer Stadtverwaltung leisten: Straßenreinigung, Brandschutz, Kanalisation, Baurecht, etc. Hier gibt es auch die für jeden Fremden so wichtigen Stadtbriefe zu erstehen.
In einem Zimmer sitzt das Marktgericht, wo Verfehlungen wider das Marktrecht verhandelt werden. Eine weitere Kammer befaßt sich mit Delikten wie Taschendiebstählen, Bettelei, Verleumdung, Zänkereien u.ä.
Assessoren, Schreiber und Amtsleiter achten darauf, daß die vom Hohen Rat erlassenen Vorschriften, und die sind mannigfach, eingehalten werden - wiewohl manch Beamteter bisweilen Fünfe gerade sein läßt, denn wollte man alle Gesetze und Maßregeln akribisch einhalten, das Leben in der Stadt käme unzweifelhaft zum Erliegen.
Einige der Kammern im Obergeschoß dienen als Archiv- und Lagerräume, andere stehen hier Bediensteten als Quartier zu Verfügung.
Doch nicht allein die bürgerliche Verwaltung hat hier ihren Sitz gefunden. Auch die fürstliche Obrigkeit hat im östlichen Flügel des Hauses ihr Domizil. Hier befindet sich der Amtssitz des Stadtvogtes. Fünf Kanzleiassessoren und zwei Dutzend Schreiber bemühen sich darum, Ordnung in die Papiere zu bekommen, was nicht immer einfach ist, da der Stadtvogt als Mittler zwischen Palast und Stadthaus fungiert und sich zudem um die Eingaben der Bürger und Adligen kümmern muß. So herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Bürgern, Händlern, Angehörigen des Hohen Rates" und des Fürstenpalastes.
Schreiber vervielfältigen hier noch auf altertümliche Weise Briefe, Anordnungen und Erlasse. Doch ist die Anschaffung einer Buchdruckmaschine bereits beschlossen, hier sollen dann künftig alle Verordnungen des Fürstentums, der Grafschaft und der Stadt gedruckt werden.
Zudem beherbergt dieser Flügel des Stadthauses das Stadtarchiv, welches von Ilea von Meckstock und ihren Bediensteten akribisch gehütet wird. Hier werden u.a die Stadtchronik (mittlerweile mehr als ein Dutzend überformatiger Quartbände) und eine Sammlung historischer Dokumente und Schriften (z.B. die Stadt-gebungsurkunde)gelagert. Auch liegen Kopien aller fürstlichen Gesetze und Erlasse bereit, die ein jeder Bürger der Stadt auf Wunsch einsehen kann.
Zudem ist die Stadtgarde mit Wachstube, Verhörzimmern, Zellen und Quartieren für die diensthabenden Gardisten untergebracht. Selbst in den Gefängniszellen in den zwei Kellergeschossen scheint man das Gebot Travias zu beherzigen, werden die Verliese doch regelmäßig gesäubert und das Stroh ausgewechselt. Auch die Verpflegung ist leidlich erträglich, so daß es nicht umsonst von weitgereisten Schurken heißt, in Rommilys gäbe es das gastfreundlichste Gefängnis des ganzen Reiches. Wiewohl Delinquenten hier in der Regel nur kurze Zeit zu verbringen pflegen, sei es zur Beweis-findung bis zur Verurteilung, sei es, daß man einen randalierenden Säufer hier seinen Rausch ausschlafen läßt. Längere Haftstrafen werden nur äußerst selten verhängt (siehe auch Recht und Ordnung) und wenn es in der Tat einmal dazu kommt, heißt es in den Hexenturm umzuziehen, einem Teil der Stadtbefestigung, umzuziehen, wo es weit ungemütlicher zugeht.
Download-Ecke:
Hier gibt es Dokumente die sehr nützlich für aktive Lehensspieler
sind. Einerseits die Regeln für das Lehensspiel, andererseits auch eine
Kalkulations-Tabelle mit der man die Ausgaben/Einnahmen der verwalteten Baronie
berechnen kann, jeweils in verschiedenen Versionen.
| Lehensregeln | Rich Text File (kompatibel zu vielen Textprogrammen) | |
| Lehensregeln | Word für Windows 7.0 | |
| Finanztabelle | Excel für Windows 4.0 (kann auch mit MS-Works gelesen werden) | |
| Finanztabelle | Excel für Windows 7.0 (kann sicherlich auch von anderen Programmen gelesen werden) | |
| Finanztabelle | leerer Bogen zum Ausfüllen | |
| Abenteuer: | Im Auftrag Ihrer Majestät; Rommilys Abenteuers inkl. Karten von Ragnar Schwefel (TS 7) | |
| Abenteuer: | Darpatische Nächte; Rommilys Abenteuer von Jay Hagenhoff (TS 10) | |
| Abenteuer: | Im Auftrag Ihrer Majestät; Handout |