Vor einer Generation noch war Litzelstatt eines der acht Dörfer und Flecken, die die Stadt Rommilys mit Früchten des Feldes und anderen Rohstoffen versorgte. Ganz allmählich aber wuchert die Stadt bis an das Dorf heran, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Litzelstatt und die Ausläufer Rommilys' miteinander verschmelzen. Litzelstatt hat sich seinen bäuerlichen Charakter bewahrt. Hier gibt es viele Höfe freier und wohlhabender Bauern, denn die Stadt bedarf großer Mengen an Obst, Korn und anderen bäuerlichen Gütern, ebenso an Rindern, Schweinen und Schafen. Aber auch einige Gasthöfe haben sich hier angesiedelt, für die Reisenden, die aus nördlicher Richtung nach Rommilys kommen, und denen die derbere Ausstattung der Häuser nichts ausmacht und die die sprichwörtliche Verschlafenheit des Fleckens dem Trubel des Paradieses vorziehen. Ein wenig billiger ist es allemal. Wenn auch Litzelstatt in einigen Jahren innert der Stadtbefestigung liegt, dann wird sich unweigerlich vieles dort ändern, nicht zuletzt soll dort doch die neue Garnison, Kasematten und ein mächtiger Wehrturm entstehen, so daß dem Flecken wichtige Bedeutung für die Verteidigung der Stadt zukommen wird.
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