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Verbot der Ehrenhändel

Wie groß der Bedarf nach Reformen im Sinne Travias in Rommilys ist, beweisen die jüngsten Edikte des Heiligen Paares. Um dem grassierenden Waffengebrauch zum Schutz der Ehre entgegenzutreten, erließ das Hohe Paar nunmehr das „Lex wider das pervalsche Turnier“. Darin wird Nicht-Adligen die Teilnahme an jedwedem Ehrenhändel untersagt.

Notwendig geworden war diese Maßnahme nach einem Zwischenfall, in den Luderia Bärenfels verwickelt war, die Zunftmeisterin der Schreiner in Rommilys. Sie war mit einem Offizier des fürstlichen Leibregiments in Streit geraten und zu einem „Turnier nach pervalschen Regeln“ gefordert worden, nachdem eine gütliche Einigung von beiden Parteien abgelehnt wurde. Bei dem Kampf wurde der Handwerkerin die linke Hand abgeschlagen, wobei ein Medicus das Schlimmste verhindern konnte. Trotzdem wird die Bärenfels ihr Handwerk nicht mehr ausüben können. Dies brachte das Faß zum Überlaufen.

Unter der Herrschaft der Traviakirche soll solches nicht mehr vorkommen. Jedweder Person, die das rommilyser Bürgerrecht besitzt und die nicht von adliger Abkunft ist, ist es nunmehr untersagt, jedweden Kampf aus Gründen der Ehrabschneidung zu initiieren oder anzunehmen. Das Hohe Paar ließ mit Unterstützung des Praiostempels verlauten, daß „es Leuten, welche nicht von Stand, unangemessen ist, sich wie Edelleut zu benehmen. Es ist das Privileg des Ritters, seine Ehre im Kampf mit der Waffe einer Prüfung zu unterziehen. Das gilt aber nicht für den einfachen Handwerker und Bürger. Noch weniger gilt dies für dahergelaufenes Gesindel (vulgo „Abenteurer“, d. Red.), welches sich erdreistet, Ehrenrechte des Adels einzufordern. Ein solches Verhalten stelle die praiosgefällige Ordnung auf den Kopf und verletzt den traviagefälligen Frieden in der Stadt.“

Widerstand scheint sich jedoch schon zu formieren. Gerade das nicht-adlige Stadtpatriziat will es nicht hinnehmen, von seinem dem Adel nachstrebenden Lebensstil abzulassen. Zumal bereits die Verschärfung der Kleiderordnung für einiges Murren sorgte.

Um so mehr regt sich Unmut, als das Verbot schon erste Früchte trug: Als ein Mitglied des Hohen Rates der Stadt wegen einer Beleidigung einen Wehrheimer Junker forderte, wurde er von den Bediensteten des Adeligen auf dessen Geheiß wie ein Hund fortgeprügelt. Ob sich durch das neue Edikt der Frieden in der Stadt wahrhaftig festigt, bleibt deshalb abzuwarten.


Unruhe unter Flüchtlingen - Anzeichen für Verbrechen?

Der Winter steht vor der Tür und noch immer sind nicht alle Flüchtlinge, die vor den Stadtmauern lagern, auf die Baronien der Umgebung verteilt worden. Die Folge ist drangvolle Enge in den Notunterkünften, gepaart mit der wachsenden Sorge, ob es gelingen wird, der Not der Flüchtlinge und den Bedürfnissen der Bürger gleichermaßen gerecht zu werden.

Insbesondere die Bauern von Litzelstatt klagen, daß die Zahl von Diebstählen zunehme. Die Stadgarde lasse sich zu selten bei ihnen draußen sehen, berichtete eine Gesante der Gemeinde vor dem Stadtvogt voller Zorn.

Doch damit nicht genug, auch unter den Flüchtlingen nimmt der Unmut zu. Sie mutmaßen, vergessen worden zu sein. Ohne Einkommen sind sie auf Almosen angewiesen. Zwar tut die Traviakirche, was sie nur kann, und dennoch ist die Not so groß, daß jegliche Mühe nurmehr wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt. Scharen verwahrloster, verwaister Kinder ziehen durch die Vorstädte und die Zahl der Bettler ist sprunghaft angestiegen.

Schon gibt es die ersten Zusammenstöße zwischen Flüchtlingen und Bewohnern des Katzlochs, die argwöhnen, daß keiner sich länger um ihr Schicksal schert.

Doch damit nicht genug, ist es in jüngster Zeit zu unerklärlichen Vorfällen gekommen: Bruder Trivianus von den Badilakanern berichtete dem Flüchtlings-Auschuß der Traviakirche davon, daß in jüngster Vergangenheit einzelne Flüchtlinge spurlos verschwunden seien. Zuerst habe man sich nichts dabei gedacht. Es sei den Flüchtlingen zwar untersagt, auf eigene Faust weiterzuziehen, doch wie soll man angesichts der Massen den Überblkick wahren? Inzwischen häufen sich aber die Anzeichen dafür, daß Menschenfänger gezielt kräftige junge Flüchtlinge entweder mit rosigen Versprechungen anlocken oder gar entführen. Ein tobrischer Junge von 13 Jahren behauptete beharrlich, von zwei Männern überfallen worden zu sein. Diese hätten ihn auf einen Karren verfrachtet, wo man ihn unter der Ladung versteckt habe. Phex sei dank, sei er rechtzeitig wieder zu sich gekommen. Er konnte den Entführern entschlüpfen. Wie glaubwürdig die Aussage des Jungen ist, muß aber erst noch überprüft werden, so Trivianus.

Hinter vorgehaltener Hand war aus der Stadtgarde zu erfahren, daß man nach ersten Ermittlungendavon ausgehe, es mit 20-30 solcher Fälle zu tun zu haben. Allerdings gibt es noch keine brauchbare Spur. Ofiziell heißt es dazu, daß man sich nicht an Spekulationen beteiligen wolle. Noch sei nicht gewiß, daß man es mit Verbrechen zu tun habe.

In Sachen der Diebstähle räumte Hauptmann Catanius aber durchaus Versäumnisse ein. Er wolle sofort dafür sorgen, daß die Garde in den Vororten mehr Präsenz zeige.


Verordnungen zum Schutz der öffentlichen Moral

Die bislang einzeln niedergeschriebenen jüngst erlassenen Anordnungen der Traviakirche zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Moral, wie z.B. die Kleiderordnung oder das "Allrommyliser Dekret zur allgemeinen Wahrung der Nachtruhe vor Mitternacht" sollen zu einer einer Verordnung zusammengefaßt werden. Der Vertreter der Traviakriche im Hohen Rat räumt ein, daß einzelne Bestimmungen noch nicht die ihr zugedachte öffentliche Wirkung entfaltet hätten. In dem Zusammenhang kritisierte er auch die Stadtgarde, die zu wenig auf die Einhaltung der neuen Bestimmungen achte.

Der Stadtvogt stellte sich aber schützend vor die Garde: "Was soll sie denn noch alles leisten: mehr Präsenz in den Vororten, Diebstähle aufklären, die Banden unter Kontrolle halten." Da könne man sich mit den bestehenden Kräften unmöglich um jeden Verstoß gegen die Kleiderordnung oder säumigen Zecher kümmern.


Amene Horas beschenkt das Fürstentum

Unsere Fürstin und die Herrscherin des Horasreiches klären ihre Mißverständnisse

Mark Rommilys/Vinsalt. Überraschende Kunde bringt die horaskaiserliche Ambassadorin zu Rommilys, Esquiria Rondane ya Sirensteen-Schelf, dem Fürstentum Darpatien. Wie erst jetzt bekannt wurde machte sie unmittelbar nach der Heimkehr der Fürstin von ihrem Pilgerzug Ihrer Durchlaucht die Aufwartung auf Schloß Neuschwanen in der Mark Rommilys.

Als Esquria Rondane im Sommerschloß der Fürstin den prächtigen Thronsaal betrat und dort nach einer Huldigung der Fürstin Schriftrolle entfaltete war alles ruhig.

Mit in den ersten Augenblicken etwas unsicheren Worten – wiewohl ihre Stimme sich schnell faßte – las die Esquiria den Text der Schriftrolle vor:

“Ihre Horaskaiserliche Majestät Amene Horas-Firdayon übermittelt die treulichsten und besten Wünsche Ihrer Durchlaucht, Fürstin Irmegunde Miria von Rabenmund, und hofft, daß der Pilgerzug gen Grassingen zu einem guten und götttinnengefälligen Ziel führte.

Wir blicken ehrfürchtig in den aventurischen Osten, wo das stolze Fürstentum Darpatien als ein Bollwerk gegen die finsteren Schergen das zwölfgöttliche Aventurien beschützt. Knapp ein Drittel darpatischer Erde ist in den Klauen der götterlästerlichen Feinde und Darpatien hatte und hat einen nicht geringen Blutzoll zahlen müssen.

Das Fürstentum Darpatien ist aller Lasten ungeachtet seinem traviagefälligen Ruf gerecht geworden und hat zahllosen Flüchtlingen, die nur Leib und Leben reten konnten, eine neue Heimat oder genügend Nahrung mit auf dem Weg in den Westen Aventuriens gegeben.

Auch freut es uns sehr, daß trotz der schweren Zeiten die Krone Darpatiens, unseren Söhnen und Töchtern vom Zug der Edlen, eine traviagefällige Heimstatt auf Burg Sturmfels geboten hat.

Deswegen gebührt dem Fürstentum Darpatien nicht nur Unser Dank, sondern der Dank des gesamten wiedererstandenen Reich des Horas von Nervuk bis nach Neu-Bosparan, und Uns erscheint es auch nicht überheblich, wenn Wir sagen, daß dem Fürstentum der Dank aller zwölfgöttlichen Lande Aventuriens gebührt.

Und so erlauben Wir Uns dem stolzen Darpatien Unsere Unterstützung für sein göttergefälliges Wirken - die Unterbringung der Flüchtlinge und die Anwerbung neuer Söldlinge - angedeihen zu lassen. Zu diesem Zweck haben Wir unsere Camerlengii* angewiesen, Darpatien – das einst als Königreich Rommilyser Mark, von unserer Ahnin Svelinya-Horas gegründet wurde – die Summe von 12*12 Horasdor (2880 Dukaten) zu senden.

Des weiteren haben Wir beschlossen, den zwischen dem Bankhaus Bosparan und dem Fürstentum Darpatien geschlossenen Kredit zu übernehmen, mit allen Konsequenzen. Die von der darpatischen Krone gebotenen Sicherheiten sollen nicht länger eingefordert werden können, noch soll sonst jemand aus Unserem Reiche Forderungen aus besagtem Credit an das Fürstentum Darpatien und sein Haupt, die Fürstin, zu stellen..

Es ist dies nur ein bescheidenes Entgelt für die schweren Lasten, die seit Anbeginn des Krieges auf den unbeugsamen Schultern der Darpatier ruhen. Kein Gold, keine Preziosen können vergelten, was dies wackere Volk für alle civilisierten Lande, für Mittelreich und das Horasiat, getan haben.

Wir wissen, daß unser bescheidenes Entgegenkommen nur ein Anfang auf dem Weg in sorglosere Zeiten sein kann, doch möge dies ein Zeichen sein, daß das Wiedererstandene Reich des Horas dem Fürstentum Darpatien in Zeiten der Not beisteht."

Amene Horas-Firdayon

Horaskaiserin

Königin von Yaquiria

Nach einer merklichen Pause setzte die Botschafterin wieder an: “Dies sind die Worte ihrer horaskaiserlichen Majestät, die ich Eichj in Ihrem Namen übermittele. Die Euch angelobten 12*12 Horasdor wird Euch ein treuer Gardist der Horaskrone überreichen, derweil ich Euch im Namen Ihrer Majestät den Vertrag über den geschlossenen Kredit überreiche, der Eurem Belieben überstellt wird.”

Ihre Durchlaucht, Fürstin Irmegunde von Darpatien, erwiderte sichtlich gerührt: “Wir – und auch das gesamte darpatische Volk – danken Ihrer horaskaiserlichen Majestät und dem Wiedererstandenen Reich des Horas für seine traviagefällige Großzügigkeit. Dieser Akt der Freundlichkeit, der um so höher ausfällt, da das Fürstentum in diesen dunklen Zeiten arg bedrängt wird, wird unzweifelhaft eine Hilfe sein, die alten Mißverständnisse zwischen dem Fürstentum und dem Reich des Horas zu mildern.”

Alsdann Ihre Fürstliche Durchlaucht der Gesandten eine private Audienz gewährte, ihren ob des unerwarteten Segens freudig überraschten Hofstaat zurücklassend.

Über den weiteren Verlauf und Inhalt der Gespräche ist leider nicht mehr bekannt, als daß die Esquiria sich erst einige Stunden später wieder auf dem Weg nach Rommilys machte. Bislang zeigte sich Ihre Fürstliche Durchlaucht noch zu keiner offiziellen Äußerung bereit.

* = Camerlengo, Camerlengii = horasische Bezeichnung für einen bzw. mehrere Kämmerer


Übergriffe zünftiger Handwerker

Am vergangenen Markttag kam es zu einem schweren Zwischenfall, als ein Mob aufgebrachter Rommilyser Handwerker sich zusammenrottete, um mit Knüppeln und Wekrzeugen bewaffnet auf den Schafmarkt zu ziehen.

Dort fielen sie über tobrische Händler und Handwerker her, die dort ihre nicht-zünftigen Waren feilboten, nicht selten zu einem weit niedrigeren Preis als ihn die Zunftordnung verlangt.

Die aufgebrachte Menge zerschlug Waren und Stände und man gerbte den Tobriern mit Knütteln ordentlich das Fell. Nur dem rechtzeitigen Eingreifen der Stadtwache ist es zu verdanken, daß es bei Schrammen, Beulen und Platzwunden blieb.

Der Schafmarkt ist ein sogenannter wilder Markt, abgehaltenen von tobrischen Flüchtlingen, die sich an jedem Markttag an der Stadtmauer des Katzloches einfinden, um dort selbstgefertigte Waren feilzubieten.

Der Markt folgt nicht dem strengen Marktgesetz der Stadt, das jeglichen Handel abseits der ausgewiesenen Märkte verbietet. Und doch hatte man es bislang versäumt, dem Treiben im Katzloch ein Ende zu bereiten.

Damit muß nun Schluß sein, fordern die Gilden und Zünfte der Stadt einhellig, die ob der fremden Händler arge Einbußen beklagen. "Es kann doch nicht angehen, daß die Kerle uns unseren Handel mit ihren minderwertigen, billigen Waren versauen und uns andererseits die Bettelschale entgegenrecken, auf daß wir sie durch denWinter füttern!" so einer der Aufgebrachten.

Wiewohl der Ärger der Zunftleute verständlich ist, lenkt er doch zugleich den Augenmerk auf die besondere Notsituation vieler Flüchtlinge. In ihren Heimatorten angesehene Handwerker, sind sie in Rommilys nach dem Zunftgesetzender Stadt mit einem mal unzünftig, und damit von jeglichem damit rechtmäßigen Handel und Handwerk ausgeschlossen.

Zu einer Öffnung der Zunftrolle und Aufnahme der tobrischen Meister zeigen sich die Handwerker bislang nicht bereit; man fürchtet, daß ein Übermaß an Handwerksstätten dazu führe, daß die Zunftmitglieder ihr Auskommen verlören. Auch das eine berechtigte Sorge.

Leicht wird es nicht fallen, in diesem Konflikt beiden Seiten gerecht zu werden. Nichtsdestotrotz wird man eine Lösung finden müssen, soll das Verhältnis zwischen Rommilysern und Tobriern nicht nachhaltig vergiftet werden.

Der Hohe Rat wird sich noch in diesem Mond über die Sache beraten.


Egelda von Kalmbach öffnet ihr Sommerpalais für tobrische Flüchtlinge

Eine der angesehensten und geschätztesten Bürgerinnen unserer Stadt, Freifrau egelda von Kalmbach, deren traviagefälliges Handeln den Bürgern Rommilys' seit Jahren wohlbekannt ist, setzt durch eine weitere aufsehenerregende Tat ein deutliches Zeichen.

"In diesen schweren Zeiten, da der Winter mit seinen Schrecken bereits an unsere Pforte pocht, ist es an der Zeit, den Geboten der Heiligen Travina zu folgen und das in Demut zu teilen, was einem die Zwölfe geschenkt haben, wie es uns die Heilige einst vorlebte. Ihrem Beispiel will ich treulich folgen. Und so möchte ich die armen, dauernswerten Flüchtlingen in ihrer Pein zumindest einer Sorge entheben, nämlich der um ein festes Obdach für diesen Winter.

Das Sommerpalais derer von Kalmbach steht ab sofort bedürftigen Flüchtlingsfamilien, aber auch den vielen verwaisten Kindern, die sogar des Trostes ihrer Eltern entbehren müssen, zur Verfügung. Ich habe mit Mutter Edalbetha vom Heiligen Tempel der Hochgütigen gesprochen, diese wird in der kommenden Woche damit beginnen, Bedürftige auszuwählen. Mutter Edalbetha wird zudem dafür sorgen, daß Brüder und Schwestern des Tempels sich um den Seelenfrieden und die Hege der armen Menschen bekümmern. Derweil ich dafür Sorge tragen werde, daß für das Leibeswohl der Menschen gesorgt wird."

Die Ankündigung der hochgeschätzten und einflußreichen Bürgerin hat einiges Aufsehen erregt. Nicht nur die Traviakirche hofft darauf, daß viele Bürger sich von diesem leuchtenden Beispiel der Mildtätigkeit dazu bewegen lassen, über das bisherige Maß hinaus ihre traviagefällige Pflicht zu tun.


Rommilyser Händlerfamilie setzt ein Zeichen der Versöhnung

Nicht nur Spannungen bestimmen das Leben zwischen Rommilyser Bürgern und tobrischen Flüchtlingen. Wiewohl man viel Gejammer ob der Situation in der Stadt hört, gibt es doch auch immer wieder Anzeichen dafür, daß sich Alteingesessene und Neubürger allmählich zusammen finden.

Ein ganz besonderes Symbol dieser wachsenden Verständigung setzte jüngst die Familie Thalbach, angesehene Handelsherren der Stadt.

Man gelobte Darinella, zweitjüngste Tochter des Hauses und gerade 17 Jahre alt, Jergoin, dem ältesten Sproß der tobrischen Familie Sigelsheim an, einer renommierten Kaufmannssippe aus Mendena, die ob ihrer Flucht vor den schwarzen Horden jegliches Hab und Gut verloren hat.

Melina Thalbach, Oberhaupt des darpatischen Handelshauses erklärte dazu, daß ihr Haus sich mit dem der Sigelsheims allzeit eng verbunden gefühlt habe, und daß diese tiefe Freundschaft nicht dadurch ende, daß ihre Freunde schuldlos in Not geraten seien.

Velidan Sigelsheim, der glückliche Schwiegervater, zeigte sich ob dieser Worte zutiefst gerührt. Der Witwer, der seine Gemahlin und Mutter seiner sechs Kinder auf der Flucht verlor, erklärte daraufhin, daß er hoffe, daß es die Götter der Familie Thalbach ihre Treue vergelten werden, so er zu Lebzeiten nicht mehr dazu in der Lage wäre.

Es steht zu hoffen, daß dies nicht das letzte Beispiel für darpatisch-tobrische Verbundenheit bleiben wird.


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