Wappen der Stadt RommilysRommilyser LandruferWappen der Fürstin

Das Heilige Paar:

Rommilys bleibt Herz Darpatiens!

Das Heilige Paar hat seinen ersten offiziellen Auftritt als neues Stadtoberhaupt von Rommilys absolviert. Anläßlich des Großen Herbstmarktes hielten Ihro Ex. Traviata und Trautmann von Rabenmund eine Ansprache an die Bevölkerung.

Sie betonten, daß sich für die Menschen nichts an ihrer Liebe und Ergebenheit zur Fürstin ändern solle und müsse. "Rommilys war und ist das Herz Darpatiens! Zuvor verkörpert durch die Fürstin, jetzt durch die derischen Vertreter der Gütigen Mutter Travia!" Es werde kein neues Rommilys geben. Man sei der Gütigen Mutter Travia und Ihrer göttlichen Schwester Peraine sehr dankbar, daß es dem Stadtvogt wieder besser ginge und er im Amt verbleiben könne.

Damit bestätigte das Heilige Paar allerdings indirekt die Gerüchte, die seit einigen Wochen kursierten, wonach Stadtvogt Godefried von Görz-Windwassern stante pede nach der Bekanntgabe des königlichen Ratschlusses dem Heiligen Paar seinen Rücktritt angedient habe, aus "gesundheitlichen Gründen" wie es hieß.

Inzwischen hat der Stadtvogt zum ersten Mal seit vielen Jahren im Hohen Rat der Stadt sein Veto im Namen der Obrigkeit eingelegt. Der Rat hatte seine Erlaubnis erteilt, im Neuen Hafen ein der Rahja wohlgefälliges Haus einzurichten, auf daß die Reisenden nicht länger genötigt seien, sich vor die Mauern der Stadt ins Paradies zu begeben.

Die Familie Finsterbinge, Eigentümer des Grundstückes, wollten sich bislang nicht zu der Entscheidung äußern.

Der Stadtvogt hat in der gleichen Sitzung weitere politische Initiativen angekündigt. Ein ungenannt bleiben wollendes Mitglied des Hohen Rates wurde zitiert mit:"Gnade uns Phex und Rahja, wenn die Gerüchte stimmen, die ich vernommen habe!"

Das ist natürlich nicht weiter Ernst zu nehmen, da die Gnade Phexens und Rahjas niemals im Widerspruch zur Gnade der Gütigen Mutter Travia stehen können.


Truchseß bleibt verschwunden!

Nachforschungen verliefen ergebnislos

Auch Wochen nach dem Verschwinden des darpatischen Truchsessen Ludeger von Rabenmund, Baron zu Dergelsmund konnte keine Spur des Vermißten gefunden werden.

Man erinnere sich: Zwei Tage, nachdem Königin Rohaja das Ende der Kämpfe zwischen Rabenmunds und Bregelsaums verkündete, hatte der fürstliche Truchseß Ludeger von Rabenmund (ä.H.) ein informelles Treffen mit dem fürstlichen Cämmerer Urius von Binsböckel-Nierenfeld anberaumt. Als der ansonsten für seine Pünktlichkeit gerühmte Truchseß auch nach zwei Stunden nicht erschienen war, stellte Binsböckel-Nierenfeld Nachforschungen an. Die Diener des Truchseß konnten nur spärliche Auskünfte geben. Ihr Herr hatte sich am Abend in Vegleitung seines langjährigen Leib-Secretarius außer Haus begeben. Auf seine Leibwache hatte Baron Ludeger verzichtet, da er nur eine kurze Besorgung machen wollte.

Über sein Ausbleiben sei man zunächst nicht besorgt gewesen, da der Herr zuweilen im Palast zu nächtigen pflegte.

Von Truchseß Ludeger fehlt seitdem jede Spur. Weder wußten die Torwachen zu berichten, daß Ludeger von Rabenmund, immerhin ein allenthalben bekannter Mann, die Stadt verlassen habe, noch konnten die Schiffer im Hafenviertel vermelden, daß der Baron ein Schiff bestiegen habe.

Intensive Nachforschungen durch die Stadtgarde unter Hauptmann Catanius brachten nichts zu Tage. Folgt man dem Ondit, so ist auch die FDEA auf der Suche nach dem Baron. Bislang leider vergeblich!

So räumt man von offizieller Seite inzwischen ein, daß der Truchseß und sein Secretarius mutmaßlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer fielen.

Verdächtige gibt es viele:

Das Gerücht geht, daß die Familie Bregelsaum einen ihrer ärgsten Gegner aus dem Wege räumte, kaum daß die Friedensworte der Königin verklungen waren. Andere haben die Almadaner Magnaten in Verdacht, die der gewiefte Diplomat während der Falbingen-Affaire vor einem Jahr lächerlich gemacht hatte. Wiederum andere sehen die Hand der Heptarchen über der Angelegenheit, war doch der Truchseß ein ebenso erbitterter wie erfolgreicher Streiter gegen die dunklen Kräfte. Für keine dieser Behauptungen gibt es allerdings Beweise.

Die Bevölkerung Darpatiens wird derweil um ihre Mithilfe gebeten.

Für sachdienliche Hinweise hat die Familie des Verschwundenen eine Belohnung von 350 Dukaten ausgeschrieben.

Wer etwas gesehen oder bemerkt hat, wende sich an die Niederlassung der Garde.


Die Fürstin zurück vom Pilgerzug

Nach langer Fahrt ist Ihre Durchlaucht Fürstin Irmegunde von ihrem Pilgerzug zurückgekehrt, den sie nach dem Ratschluß Königin Rohajas in Folge der Unruhen in Darpatien angetreten hatte. Die Bürger der inzwischen unter der Regierung der Traviakirche stehenden Stadt bereiteten der darpatischen Herrscherin einen begeisterten Empfang. Einem Jubelzug gleich war die Fahrt durch die Gassen: geschmückt waren Häuser und Straßen, wenn auch nicht so üppig wie noch vor dem Krieg. Um so freudiger erregt war das Volk, kaum konnten die Goldenen Raben den Weg für die Karosse Ihrer Durchlaucht freimachen. Im Großen Saal des Schlosses nahm die Fürstin danach die Huldigung der Ruhmvollen Darpatiens entgegen.

Doch nicht lange konnte sich Rommilys an seiner Fürstin erfreuen. Bereits am Tag nach ihrer Rückkehr reiste Ihre Durchlaucht weiter zur ihrem Sommerschloß Neuschwanen in der Mark Rommilys, wo sie von ihrem Bruder Ucurian von Rabenmund, dem Vogt der Mark, willkommen geheißen wurde. Besieht man sich den Troß der Fürstin, so ist anzunehmen, daß Irmegunde für längere Zeit nicht in Rommilys zu weilen gedenkt. Eine offizielle Erklärung gab es bisher nicht. Die Fürstin weilte in den letzten Jahren nur selten auf einem der fürstlichen Lustschlösser. Über den Grund, warum sie sich ausgerechnet jetzt zum Besuch eines solchen entschlossen hat, kann nur spekuliert werden.

Aus gut unterrichteten Kreisen konnte der RL jedoch erfahren, daß Ihre Durchlaucht diesen Schritt getan hat, um den neuen Herren Rommilys', dem Heiligen Paar, den Rang durch ihre Anwesenheit nicht streitig zu machen.

Eine noble Geste der beliebten Fürstin. Ob die Herrscherin in den nächsten Jahren vornehmlich in der Mark Rommilys residieren wird, bleibt abzuwarten.

Derweil Staats-Advocaten die Entscheidung, die Stadt für die nächsten vier Götterläufe der Traviakirche zu unterstellen, kontrovers diskutieren, widerspricht selbige doch der lex rohal, Geweihten kein Lehen zu geben. Im Jahre 21 Hal wurde dieser Beschluß zwar zum Teil aufgehoben, nichtsdestotrotz ist diese Art der Belehnung Geweihter mit einer Stadt bislang beispiellos.


Denkmal eingeweiht

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde jüngst ein Denkmal für die Gefallenen der Schlacht am Arvepaß vom obersten Borongeweihten Rommilys' feierlich enthüllt.

Der Obelisk aus borongefälligem Basalt zeigt Szenen aus der Schlacht am Arvepaß, jenem Wendepunkt des Krieges gegen die Schwarzen Horden, wo es mutigen darpatischen Bataillonen gelang, den Paß gegen die Überzahl der feindlichen Untoten- und Dämonenheere zurückzuerobern und zu halten. Außerdem sind die Namen all jener eingemeißelt, die in selbstlosem Einsatz für den Schutz ihrer geliebten Heimat bereitwillig ihr Leben gaben.

Der Obelisk wurde durch Spenden aus Adel und Bevölkerung Darpatiens finanziert, um jener heldenhaften Kämpen auf immer zu gedenken und ihnen und ihren Familien die all-ewige Verbundenheit Darpatiens für ihr ruhmvolles Opfer zu versichern.


Sperrstunde ausgeweitet

Die Sperrstunde gilt ab dem 1. TRA auch im Paradies.

Angesichts des Fortschritts. beim Bau der neuen Stadtbefestigung sei es nicht länger zu rechtfertigen, daß im Paradies andere Regeln gälten, als in den übrigen Stadtteilen, begründete das Heilige Paar ihre Verordnung, die Stadtvogt Godefried in der letzten Sitzung des Hohen Rates verkündete.

Damit wird die Absicht des Hohen Paares ersichtlich, die travianischen Gesetze in Rommilys weiter zu verankern. Dieser Entwicklung stellen sich jedoch die Händler, Tavernenbetreiber und Besitzer der anderen Amüsier-Etablissements entgegen. Bisher ist die Befolgung der Anordnung auch noch nicht zu beobachten, zumal die Stadtgarde nach wie vor nur selten im Paradies anzutreffen ist.


Neue Kleiderordnung angekündigt

Stadtvogt Godefried von Görz-Windwassern kündigte eine politische Initiative im Hohen Rat an, wonach unter anderem die Kleiderordnung geändert werden solle.

Danach sollen prunkvolle Gewänder nur noch bei passenden Anläßen erlaubt sein. Zuwiderhandlungen (insbesondere auch das Tragen von Gewändern, die gegen die guten Sitten verstießen) würden mit empfindlichen Strafen belegt.

Überraschend ist dieser Schritt nicht. Bereits im Vorfeld waren Stimmen aus verschiedenen Fraktionen laut geworden, die einen solchen Schritt begrüßten. Vor allem aus dem Umfeld des Praiostempels wurde berichtet, daß die Vorsteherin Praiadne von Dergelsmund wiederholt gegen die „Kriegsgewinnler“ und das „ausbeuterische Händlerpack“ wetterte, die durch Lieferungen an die Armee scheinbar über Nacht reich geworden waren, und sich nun in edle Tuche hüllten, wie sie kaum einem Grafen anstünden.

Ganz andere Gründe für die Neuregelung sieht man in der Friedensstadt. Dort verweist man auf die allgemeine Situation in Rommilys. Flüchtlinge sind weiterhin ein alltägliches, jammervolles Bild auf den Straßen der darpatischen Capitale. Wie sehr muß es diese Armen, die alles bis auf ihr Leben an die Schwarzen Horden verloren haben, erzürnen, wenn neben ihnen Männer und Frauen in prachtvollsten Gewändern einherschreiten, deren reiner Materialwert ihrer Familie für viele Monde das Überleben sichern würde?

Ist es da nicht möglich, daß sich Wut und Neid aufwerfen und in einer neuen Blutnacht ihren Höhepunkt finden? Und nicht unwahrscheinlich scheint dieses Szenario, wurde doch von mehreren Überfällen auf Händler in der Stadt berichtet, denen neben Geldkatze und Schmuck auch die Kleidung geraubt wurde, sämtlich übrigens Kreationen des fürstlichen Hofschneiders Dargus Abeltal.

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist derweil zu vernehmen, daß die neue Kleiderordnung nur die Speerspitze weiterer Verordnungen dieser Art sein wird.

So wird im Stadthaus überlegt, auch Festivitäten aller Art zu reglementieren, um ausschweifende Orgien wie in den Zeiten von Bardo und Cella zu verhindern.

Gerade in den letzten Jahren konnte man beobachten, daß die Patrizier der Stadt es sich zum Wettstreit auserkoren hatten, wer in der Lage sei, ein möglichst prunkvolles Fest auszurichten. Festmähler, bei denen sich die Tische unter den feinsten Delikatessen und edelsten Getränken nur so bogen, Torheiten wie Speiseeis von den Gipfeln des Raschtulswalls und alanfanische Pfauenzungen, aber auch eine allenthalben zu vermerkende Verirrung in der Ausgestaltung der Gewänder, wo mit Goldfäden, Seidensammet und gar Edelsteinen nicht gespart wurde, hatten das Mißfallen der Geweihten geweckt.

Diesem wenig traviagefälligen Verhalten plant man nun ein Ende zu bereiten.

So sollen per exemplum zu Hochzeiten, Tsatags-Feiern u.ä. nicht mehr als zwei Dutzend Gäste geladen werden dürfen. Die Ausgaben für ein solches Fest sind denn auch möglichst gering zu halten, wobei je nach Stand des Feiernden, Anlaß des Festes und Rang der Gäste ein bestimmter Betrag nicht überschritten werden darf.

Mit Widerstand aus den Reihen der Patrizier und reichen Händler ist zu rechnen, doch scheint die Front für die Annahme der Initiative breit zu sein.

Der RL wird Euch auf dem Laufenden halten.


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