Wappen der Stadt RommilysRommilyser LandruferWappen der Fürstin

Sorge um die Fürstin

Banges Warten bestimmte das Leben in der Darpatischen Capitale nach den grauenvollen Ereignissen der Blutnacht im HES 29 Hal.

Bestürzung, Trauer und Schrecken beherrschten die Bevölkerung, nur allmählich vermochten die Menschen zu fassen, was in diesen schicksalsschweren Stunden geschehen war.

Boron- und Traviageweihte fanden in diesen Tagen wenig Ruhe, schier endlos die Zahl derer, die ihres Beistandes bedurften, die Tote zu beweinen hatten, die Hab und Gut verloren hatten.

Zu aller Sorge darum, wie es weiter gehen mochte, welche schrecklichen Folgen die Geschehnisse zeitigen würden, gesellte sich die Sorge um die Landesherrin, die seit jener Schicksalsnacht nicht mehr in der Öffentlichkeit erschien.

Lange Tage währte die Ungewißheit, da niemand die Fürstin zu sehen bekam. Selbst engsten Vertrauten und Verwandten blieb der Zugang zu den fürstlichen Gemächern verwehrt und gar die Kanzlerin selbselbst fand kein Gehör. Speisen, die die Dienerschaft servierte blieben unberührt und allmählich wuchs die Sorge um die Landesherrin.

Bald eilten die ersten düsteren Gerüchte durch die Gassen: Die Fürstin sei schwer erkrankt, ein Fieber habe sie befallen, daß ihre Sinne trübe und ihr den Verstand raube. Andere wollten wissen, daß vielmehr ein gebrochenes Herz ob der Schrecken Grund für die Sieche der Fürstin sei.

Andere wähnten die Fürstin als Opfer eines Bregelsaumschen Giftanschlags oder von einem bösen Geist besessen.

Als die Absentia der Fürstin fünf Tage währte, da fand gar das Gerücht die Verbreitung, die Fürstin sei tot, verstorben an ihren Wunden, am Gift, am Kummer. Mannigfach war das Gerede in den Straßen, doch allem zu eigen war die Bangigkeit darüber, daß der Landesherrin etwas zugestoßen sei.

Endlich aber, am siebten Tage ihrer Abwesenheit, erschien Irmegunde von Rabenmund vor ihren engsten Beratern und Getreuen.

Alsdann tat sie kund, daß es ihr fester Entschluß sei, sich in den Traviatempel zu begeben, dort Buße zu tun und in der Hoffnung dort in Klausur Einsicht zu finden über das, was geschehen war und das, was zu tun sei.

Und so geschah es. Im einfachen Büßergewande betrat die Fürstin Darpatien das hohe und heilige Traviakloster zu Rommilys

Am fünften Tage ihrer Klausur schließlich erfüllte sich die Erwartung der vielzähligen treuen Untertanen, die sich in ihrer Sorge vor dem Tempel versammelt hatten, um für ihre Herrin zu beten: Die Fürstin trat in Begleitung der ehrenwerten hohen Mutter Aldana vor die Menge.

"Höret, Volk von Darpatien, treue Rommilyser Bürger!

Schwere Stunden liegen hinter uns, schwere Stunden vor uns. Wir haben schreckliche Schuld auf uns geladen, in jener Nacht, die als Blutnacht von Rommilys erinnert werden wird. Blut ist geflossen, von unseren Händen, Blut unserer Feinde, Blut unserer Brüder, Blut von Unschuldigen. Viel Leid, viel Unrecht ist in dieser Nacht geschehen. Die Toten jener Nacht, sie können nicht wieder ins Leben gerufen werden. Das, was geschehen ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Doch ist es unsere Verpflichtung, zu handeln. Um Vergebung müssen wir ersuchen, um Vergebung und Wiedergutmachung. Die gütige Herrin, alliebe Travia, hat es gefallen, mir in ihrer Gnade einen Weg zu weisen.

IIn ihrem Namen will ich mich auf den Weg machen, eine Queste zu bestehen, um mich in ihren Augen und in ihrem Herzen als würdig zu erweisen, ihr zu dienen, wie es mein höchster Wunsch ist.

Noch weiß ich nicht, welche Aufgabe die gütige Mutter für mich bereit hält. Doch werde ich nicht zögern, die Buße bereitwillig und mit Freuden zu leisten, was auch immer SIE von mir verlangen möge.

Mein Volk von Darpatien, treue Rommilyser Bürger, gewährt mir nun die Gnade, mich mit Euren Herzen auf dieser schweren, süßen Fahrt zu begleiten. Travia mit Euch, auf all Euren Wegen."

Für den Spielleiter

Fürstin Irmegunde von Darpatien wird sich in Bälde mit einer kleinen Schar Getreuer - darunter ihr Bannerherr und eine Geweihte der Gütigen sich auf ihre götterbefohlene Queste begeben, um die Schuld jener Nacht zu begleichen.

Es ist zu erwarten, daß ihr Weg sie in die Schwarzen Lande führt.

Und so kann es geschehen, daß Deine Heldengruppe eines Tages eine denkwürdige Begegnung am Rande hat ...


Trauer um die Toten

Mit einer gemeinsamen Totenandacht gedachten die Bürger der Stadt den Opfern der Blutnacht.

Geweihte der Boron-, Travia- und Rondrakirche zelebrierten einen gemeinsamen Götterdienst auf dem Boronsfeld.

Dort wurde zu Besonnenheit aufgerufen. Gerade nun, da Haß und Trauer die Menschen noch immer gefangen halten, müssen Vergebung und Milde Einzug halten.

In der Tat ist es in den Wochen nach der Blutnacht zu etlichen, teils blutigen Übergriffen zwischen Parteigängern der Bregelsaums und der Rabenmunds gekommen.


Die Suche nach den Schuldigen geht weiter!

Zu früh hatte man frohhlockt, als vor einigen Tagen der vermeintliche Mörder der Baronin von Vellberg, Auslöser der schrecklichen Blutnacht, präsentiert wurde.

Zwar wußte Wolfhelm von Pandlaril-Bregelsaum, der der Öffentlichkeit den Verdächtigen präsentierte - nicht nur ein umfassendes schriftliches Geständnis des Junkers von Brosenturm, einem Parteigänger der Rabenmunds, beizubringen, auch ein zwingendes Motiv - Habgier - war ihm nachzusagen. Indes wollte sich die Rabenmunds nicht mit dem Geständnis zufrieden geben, daß der vermeintliche Mordbube einem Bregelsaumschen Richter die Bluttat gestanden hatte.

Man drängte darauf, den Verdächtigen einem neutralen Tribunal vorzuführen. Wohl pochten die Bregelsaums auf das schriftliche Geständnis, das freiwillig und nur unter dem Druck der Last des Gewissens niedergeschrieben worden sei. Indes man eine Aufforderung der Praioskirche nicht unbeantwortet lassen konnte, ihr denJunker unverzüglich vorzuführen. Unter den geschulten Augen der Diener des Herrn brach der Junker denn auch zusammen, und gab die Lüge zu.

Die Hintergründe dieses Manövers sind noch zu ergründen.


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