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Darpatien in Not
Schergen Borbarads an der Trollpforte vorerst gestoppt

Als in der Nacht zum 10. Tsa ein erschöpfter Bote in unsere Capitale kam, der von der Invasion der verfluchten Dämonenhorden berichten mußte, war das Bild, daß er zeichnete, wahrlich düster:
Altzoll zerstört! Die fürstlichen Truppen und die Landwehr in heilloser Flucht und Auflösung!
Cronfeldherr Boronian von Rabenmund, beim Versuch die flüchtende Bevölkerung Altzolls zu schützen wahrscheinlich gefallen!
Jedoch: ein Ende der Schrecken war noch nicht gekommen: Aus der Baronie Wettersklamm stiegen weitere Diener Borbarads herab und zielten mit einer raschen Attacke auf die Trollpforte, wo Schanzkompanien, fürstliche Gardetruppen und Landwehrbanner sich aber auf genau einen solchen Vorstoß vorbereiteten. Doch nur wenige Meilen vor dem Schlachtfeld, auf dem einst die Oger von den Kaiserlichen vernichtend geschlagen wurden, kam der darpatische Gegenstoß zum Stehen.
Unter der Führung von Hauptmann Arve Wandrasen hatten Sappeure aus dem Kosch und Soldaten des XII. Darpatischen Gardebanners unter Bedeckung von leichter Reiterei aus der Mark Rommilys und trollzacker Miliz begonnen, vorgeschobene Verteidigungslinien am Fuße des Gebirges zu erreichen. Diesem Kontingent standen plötzlich borbaradianische Truppen gegenüber, die aber durch die provisorischen Gräben und Verhaue zunächst aufgehalten werden konnten.
Unweit von dieser Front tagte gerade der Darpatische Landtag, den die Fürstin nach Gallys einberufen hatte.

Im nun abgeschnittenen Ost-Darpatien scheinen sich Dörfer und Weiler zumeist kampflos den Invasoren ergeben zu haben, Bislang soll der Dämonenmeister es bis jetzt vermieden haben, nekromantische Rituale durchzuführen. Dies scheint die Landbevölkerung glauben zu machen, daß die angstmachenden Berichte aus Tobrien nicht der Wahrheit entsprechen.
Erschreckend sind die vielen Berichte, wonach viele Menschen im Traume verführerische Stimmen hören, die sie auf die dunkle Seite locken wollen. In Alpträumen wird ihnen ihr bisheriges Leben als unlebenswert vorgegaukelt.
Von seiten der fürstlichen Hofmagi war zu vernehmen, daß hierfür finstere magische Kräfte verantwortlich zu machen sind. Vielleicht ist damit auch der rasche Abfall so vieler Menschen in der Altzoller Ebene zu erklären.

Seine Ehrwürden, der Hohe Vater Herdfried hat verlauten lassen, daß man noch inbrünstiger zur mildtätigen Göttin beten solle, und auch den Beistand der anderen Elfe erflehen müsse.


Landtag zu Gallys
Fürstin Irmegunde wirft Borbarad den Fehdehandschuh zu

Großes Aufsehen erregte auf dem Darpatischen Landtag die Erklärung der Fürstin, daß Darpatien Aranien die Hand zum Bündnis gerreicht habe.
Eine hohe Emissärin Fürstin Sybias wurde eigens zu Verhandlungen zum Landtage entsanndt, aber auch um ein deutliches Zeichen zu setzen, daß Fürstin Sybia ebenso wie unsere geliebte Herrscherin diesem Bunde wohlgesonnen ist.
Kanzlerin Ismena von Rabenmund j.H. erklärte im Namen der Fürstin: Aranien und Darpatien pflegen schon seit Generationen ein gutes undnachbarschaftliches Verhältnis. Es sei nun endlich die Stunde gekommen, diese Freudschaft durch ein gemeinsames Bündnis zu besiegeln.
Insbesondere jetzt, da des Dämonenmeisters schwarze Horden beide Fürstentümer bedrohen, sei die Zeit reif, gemeinsam die Stärke beider Schwesterfürstentümer in die Waagschale des gerechten Kampfes zu werfen.
Fürstin Irmegunde folgt damit auch den jüngsten Bestrebungen Gareths, die Unabhängigkeit Araniens anzuerkennen.
Mit einem persönlichen Treffen der Fürstinnen ist in Bälde zu rechnen.


116 Soldaten des maraskanischen Landwehrregimentes eingetroffen

Für Aufregung sorgte der Auftritt des maraskanischen Prinzen Acano, einem reichsweit gesuchten Verschwörer und maraskanischen Separatisten, auf dem Darpatischen Landtag.
Dort präsentierte sich der Renegat tolldreist der Fürstin.
Schon wollten die Wachen den berüchtigten Rebellen in Haft nehmen, doch gebot die Herrscherin ihnen Einhalt.
Ein Gegner wie B erfordere es, so erklärte sie, alle anderen Fehden zurückzustellen.Es sei töricht, zu denken, man könne es sich länger erlauben, tapfere Streiter zurückzuweisen ob politischer Händel, die derzeit von geringem Belang seien.

Prinz Acano erklärte darauf, daß er nicht mit leeren Händen gekommen sei. Auf sein Geheiß seien alle Gefangenen des darpatischen Landwehrregimentes aus maraskanischer Gefangenschaft entlassen worden. Sie befänden sich auf dem Weg in ihre Heimat. Da war der Jubel unter den Versammelten groß, denn stolze 116 Soldaten, so das Wort des Prinzen, würden die darpatischen Reihen verstärken.
Die Fürstin selbst begrüßte letzte Woche die Veteranen und dankte ihnen für ihren Einsatz. Ihren Familien versprach sie eine angemesse Entschädigung dafür, daß die Soldaten nach nur kurzer Rast schon wieder ins Feld geschickt werden müßten, doch bedürfe Darpatien der Dienste der Veteranen bitterlich, wolle man dem Dämonenmeister die Stirn bieten.


Gilde der Gastlichkeit greift durch

Zu hartem Durchgreifen wider Verstöße gegen das Gildengesetz veranlaßte die jüngst gegründete Gilde der Gastlichkeit den Hohen Rat der Stadt.
In den letzten Jahrenhatte die Unsitte mehr und mehr um sich gegriffen, daß zwielichtige Elemente Fremden Kost und Logis in der Stadt boten, ohne die dafür benötigte Schank- und Beherbergungserlaubnis beim Rat erworben zu haben. Insbesondere in der Dichtergasse, wäre diesem Untreiben freien Lauf gelassen worden, zum Schade der ordentlichen Gastwirte wie auch des Allgemeinwohls der Stadt, ob des entgangenen Steuertalers. Einwände seitens des Hauptbeschuldigten, Timor Klauenfels, es könne ihm niemand verbieten, Freunden traviagefällige Gastung zu bieten, wurde seitens der Amtmänner der Stadt dadurch begegnet, daß es schon merkwürdig anmute, daß ein armer Schlucker wie er es sich leisten könne, über Monde ein halbes Dutzend dieser angeblichen Freunde zu beherbergen. Noch merkwürdiger sei es aber wohl, daß er es sich zur Sitte gemacht habe, den vielen "Freunden", die sich allabendlich zum Mahle in seiner Stube versammelten, dafür gutes Silber abzuverlangen. Dies entspräche doch ganz und gar nicht den üblichen Konventiones, traviagefälliger Gastung.
Der Beschuldigte wurde zu einer Geldbuße von 5 D verurteilt. Von einer Ehrenstrafe im Schandkorb wurde auf Bitte einer hochgestellten Persönlichkeit der Stadt abgesehen - für dieses Mal!


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