Rommilys
Stadtbezirk Helmbrechtsstadt Linie [ Beschreibung des Stadtbezirkes | Stadtplan von Rommilys ] Linie

Imman-Stadion:

Das Oval mit 1000 Plätzen ist die Heimat der Mannschaften "Falken von Rommilys" und "Darpatia Rommilys". Die Rivalität innerhalb der Stadt ist nicht so hoch, wie man annehmen könnte, sind die Hauptgegner der Mannschaften doch eher in Gareth zu suchen.

Das Stadion liegt nordöstlich außerhalb der Stadtmauern, nachdem die alte Arena nach dem legendären Sieg über Königstreu Salzerhaven 18 v.H. von den Nostrianern abgefackelt wurde und der Hohe Rat aus Sicherheitsgründen einen Neubau nur außerhalb der Stadt genehmigte.

Obwohl die beiden rommilyser Mannschaften zu den erfolgreichsten ganz Aventuriens gehören (zusammen errangen sie 9 Meistertitel und 6 Pokalsiege!), scheinen die besten Zeiten vorbei zu sein, besieht man sich die Ergebnisse der letzten Jahre. Die Erfolglosigkeit führte auch zu Spekulationen, ob es nicht angeraten sei, die beiden Vereine zusammenzulegen, um eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.

Bei Spielen wird oft Truchseß Ludeger im Stadion angetroffen, der die Nachfolge von Fürstin Hildelind in der fürstlichen Loge angetreten hat, zeigt Fürstin Irmegunde doch wenig Interesse an dieser Sportart.

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Taverne "Siegreicher Falke":

Das Heim der "Falken von Rommilys" ist eindeutig als Imman-Schenke zu erkennen. Die Farben Rot, Weiß und Schwarz herrschen vor, Pokale sind in einem schreinartigem Schrank hinter der Theke zu besichtigen. Sollte ein Besucher sich nach den Falken erkundigen, sollte er viel Zeit mitbringen, denn jeder der Stammgäste kann etliche Geschichten über die Heldentaten "ihrer Jungs und Mädels" erzählen: Über den Sieg gegen Orkan Thorwal 12 Hal, als der Torhüter über das ganze Feld rannte und einen Dreier machte, oder als nach dem Gewinn des Reto-Pokals 5 Hal das Lokal von "Darpatia Rommilys" über Nacht in den Falken-Vereinsfarben angemalt wurde oder ...

Der Wirt Tybold Bärenfeld war selbst Spieler der Falken und übernahm die Schenke von seinem Onkel, ebenfalls einem ehemaligen Aktiven. Tybolds Kariere wurde durch einen Unglücksfall bei einem Spiel gegen Wehrheim jäh beendet, durch den er ein Auge verlor, und noch heute ist er nicht besonders auf diese Mannschaft zu sprechen, was sich durchaus auch auf gewöhnliche Wehrheimer ausdehnen kann, wenn reichlich Bier geflossen ist.

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Bestiarium:

Was einst als Marotte des Fürsten Gernhelm von Rabenmund im Jahre 74 v. Hal begann, als dieser von einer seiner Reisen einen seltenen Thalionmel-Tiger mitbrachte, der den Grundstock für die fürstliche Tiersammlung ausmachte, und ursprünglich allein zur Belustigung des Hofes gedacht war, ist im Laufe der Jahrzehnte zu einer der beliebtesten Publikumsbelustigungen Rommilys' geworden. Seit im Jahre 69 v. Hal der als volkstümlich bekannte Landesvater zum hohen Feiertage des Heiligen Travinian den Tierpark auch für das Volk öffnete, bietet sich den Bürgern an jedem Winds- und Markttag die Möglichkeit, die fremden Tiere in den Käfigen zu schauen.

Der Eintritt ist frei, allerdings achten die livrierten fürstlichen Bediensteten am Eingang des Parks darauf, daß sich weder Bettler noch andere zwielichtige Subjekte dort tummeln. Hat man das phantasievoll verzierte schmiedeeiserne Einhorntor durchmessen, eröffnet sich einem eine fremde exotische Welt:

Die Liste der zu bestaunenden Tiere ist überaus illuster: Ein Brabaker Waldelefant aus Al'Anfa, ein Elch, Greifkatzen vom Fürstprotektor von Hot'Alem, Jagdpardel, Strauße, ein Säbelzahntiger, ein Rotluchs, Karene, Äffchen, Auerochsen, bunte Papageien, Riesenratten, Riesenschröter, ein Schwarzbär, Pfeifhasen, Dickspechte, Kronenhirsche, Eulen, Elfengeier und andere Greifvögel, Silberwölfe, Paradiesvögel, um nur einige zu nennen. Sogar ein Meckerdrache wird dem staunenden Publikum gezeigt. Eine Löwin allerdings, die zu Zeiten von Fürstin Hildelind als Geschenk aus Khunchom hierher gebracht wurde, mußte auf Druck der Rondrageweihtenschaft wieder freigelassen werden.

Besonderer Augenmerk wurde auch auf die Ausgestaltung der Gehege verwandt: So sind beispielsweise die Tiere aus der Khom und Mhanadistan (Kamele, Schlangen, ein Sandfuchs, zwei Riesenskorpione, Pfauen, ein Wüstengalan und die Pardel) im Tulamidischen Garten untergebracht, dessen Tierhaus wie ein Palast tulamidischen Stils mit Kuppeltürmen, Minaretten und Arkaden gehalten ist. Auch die Gartenanlage kopiert in Miniatur den großfürstl. Park zu Khunchom, inkl. des Rosengartens und der Palmenhaine.

Eine besondere Attraktion ist das Haus mit den Seltsamen.

Für Kinder unter 12, Frauen in guter Hoffnung und Schwachherzige ist der Zutritt untersagt, vermeldet fürsorglich ein Schild an der Eingangstür. Dort kann man ein Kalekkenpärchen (von der Insel Galottas), mehrere Nachtwinde und eine Harpyie bestaunen. Schautafeln mit Abbildungen und Beschreibungen (unterschiedlichster Verläßlichkeit) anderer Seltsamer (wie dem Basilisken) vervollständigen die Ausstellung. Außerdem gehören zwei Chimären (Hahn/Schlange u. Kalekke/Wildkatze) zu den Exponaten , die gleichfalls aus Galottas Turm stammen, sorgfältig in Brabaker Vitriol präpariert, versteht sich, und einem zu Stein gewordenen Gargylen. Gerade jene letzten Exponate haben zu Ärger mit der Geweihtenschaft geführt, die nicht billigen mochten, daß um der Sensationsgier willen solch Widernatürlichkeiten dargeboten würden. Doch erfuhr der Leiter des Bestiariums, Trauhold Riemenschneider, unerwartete Unterstützung seitens des Grafen von Ochsenwasser, der den Standpunkt vertrat, daß es nur gut und im Sinne der Wissenschaft sein könne, wenn auch das gemeine Volk um die Schrecknisse wisse, die sich hinter der Schwarzmagie verbürgen, eine Ansicht, der sich auch Hesindegeweihtenschaft und Vertreter der Grauen Gilde anschlossen.

Riemenschneider ist ständig bemüht, neue Attraktionen zu bekommen oder ob der Käfighaltung eingegangene Tiere zu ersetzen.

Die meisten Tiere sind Geschenke anderer Herrscherhäuser, doch werden auch Abenteurer in die entlegensten Winkel Aventuriens entsandt, um Vertreter einer Spezies für die Schau zu fangen.

Insbesondere für ein Wollnashorn oder einen Panther wäre Riemenschneider bereit, eine stattliche Belohnung zu zahlen, aber auch weniger spektakuläre Arten mögen manchen Dukaten einbringen.

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Die Fürstlich-Darpatische Schule der Hohen Dressur:

Ursprünglich eine Schule der Kavallerie, wo die Offiziere der darpatischen Reiterei und ihre Rösser auf ihre Aufgaben auf dem Schlachtfeld vorbereitet wurden, ist die Fürstlich-Darpatische Schule der Hohen Dressur zu einem Aushängeschild der Stadt wie der darpatischen Armee geworden.

In der Reithalle im alt-rohalistischen Stil wird Reitkunst in Vollendung geübt. Ob Levade, Courbette, Piaffe oder Capriole, die Hengste und ihrer Reiterinnen und Reiter zeigen alle hohen Lektionen der Reitkunst in Perfektion. Längst sind es nur noch die besten, die hier unterwiesen werden, und den Absolventen der harten, fünf Jahre währenden Schulung ist eine ausgesuchte Stellung im Offizierskorps gewiß. Die Pferde (zumeist Darpater mit einigem an Shafdifblut), die hier verwendet werden, zeichnen sich durch Mut, Klugheit, Eleganz und Anmut gleichermaßen aus.

Man sollte sich aber von den spielerisch dargebrachten Lektionen, die in der Tat an einen Tanz erinnern, nicht täuschen lassen: eine jede Lektion findet ihren Ursprung auf dem Schlachtfeld, die Pferde zählen zu den besten Schlachtrössern, die Darpatien aufzubieten hat. Und wer einmal eines der gepanzerten Rösser im Kampf dabei erlebt hat, wie es auf ein unsichtbares Zeichen des Reiters nach dem Gegner auskeilt (caprioliert) oder wie es sich hoch aufbäumt, wild mit den unheilbringenden, eisenbeschlagenen Hufen schlagend (Levade) , der weiß, wie furchterregend diese Tiere sein können.

Unter Fürstin Miralda im Jahr 178 v.H. gegründet, war es seither üblich, daß die Reiter der Schule sich einmal jährlich dem Herrscher präsentierten. Anläßlich des Tsafestes des Herrschers wurden die Adeligen des Fürstentumes zu einer Vorführung geladen. Was anfänglich kaum mehr als eine Truppenschau der Kavallerie war, wurde im Laufe der Jahre durch Ehrgeiz, Eifer und harte Arbeit, zu dem, als was es sich heute präsentiert: einem Ballett der edlen Rösser.

Seit nunmehr 63 Jahren ist es üblich, die Vorführung nicht mehr allein auf den fürstlichen Geburtstag und Besuche gekrönter Häupter zu beschränken. Am Tag der eingebrachten Früchte (3. Travia) aber auch an ausgesuchten anderen Tagen präsentiert sich die Hohe Schule auch dem gemeinen Volk, zumindest jenen, die sich die hohen Eintrittspreise von 20 - 45 S leisten können. Jenen Reisenden aber, die auf den Taler nicht achten müssen, sei ein Besuch in der Schule der Rösser ans Herz gelegt, denn lange noch wird er sich des Tanzes der Rösser erinnern.

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