Die Wombels oder Wombeligen

Geklärt werden soll: Was sind Wombels? Wie sehen sie aus? Was machen sie? Welches sind ihre Feinde? Was kosten sie und was bekommt man dann für sein Geld?

1)

Die Aufgabe der Wombligen: Wombels sind die "Müllabfuhr" Aventuriens. Wer fegt die Rüstungsteile in den Höhlen zusammen? Wer reinigt die Picknickplätze der Praiostagsausflügler? Wer bürstet die Nadelbäume? Dies und vieles andere besorgen diese kleinen possierlichen Tierchen. Sie fegen, putzen, scheuern, wienern und räumen überall auf.

2)

Das Äußere der Wombels: Je nach Gattung wird ein Wombel zwischen einem und zwei Spann groß und ähnelt einer Mischung aus Gürteltier und einer Schuhbürste. Alle Wombligen haben am Bauch eine Unzahl borstiger Haare, mit denen sie den Schmutz entfernen können. Ihre Schnauze und ihr Schwanz ist je nach Einsatzbereich unterschiedlich gebaut. Der Verdauungstrakt der Wombligen ist noch nicht genau erforscht, so können wir noch nicht sagen, was mit dem Verdautem geschieht. Möglich ist es aber auch, daß sie wegen ihrer Reinlichkeit überhaupt nicht koten müssen. Wir unterscheiden den Höhlen-, den Berg- und den Waldwombel. Auf Grund seiner unlösbaren Aufgabe, erlitt die Gattung der Wüstenwombel einen kollektiven Herzinfarkt und starb somit aus.

2a)

Der Höhlenwombel Er ist der größte und widerstansfähigste Vertreter seiner Gattung (MU:4, LE:20). Das ist auch nötig, um den Kampf mit seinem größten Feind, der Ratte, zu überleben. So erkennt man auch gleich, wer diesen Kampf überlebte:

Ist eine Höhle sauber und gepflegt waren es die Wombels; ist sie jedoch dreckig und verkommen, behielten die Ratten die Oberhand. So hält sich auch jeder anständige aventurische Höhlenbewohner seine Wombelkolonne. Der Höhlenwombel ist der einzige, der sich im Rudel aufhält, denn nur so können sie überleben. Der Kopf hat einen Rüssel, der sie befähigt, bis zu einem halben Liter Blut aufzusaugen und zu entsorgen. Der Schwanz besteht meist aus einer Art Klobürste, die dann bis in den letzten Winkel kommt.

2b)

Der Waldwombel: Er ist der schwächste aller Wombligen (MU:2, LE:10). Tagsüber verkriecht er sich auf Bäumen oder in kleinen Erdlöchern. Er ist, bis auf die Paarungszeit im Peraine, ein Einzelgänger. Deswegen ist er auch nur selten anzutreffen; und wenn, dann hauptsächlich in den nördlichen Wäldern, was man an den glattgebürsteten Nadeln der Tannen oder an den glänzenden Blättern der Eichen feststellen kann. Sein Schwanz ist ideal zum Bürsten geeignet und hat am Ende noch zusätzlich einen Dornfortsatz, der zum Aufpicken von Picknickresten dient. Leider hat sich der Brauch verbreitet Jagd auf diese nützlichen Feger zu machen, um mit den Schwanz die Lanze zu schmücken. Möge Firun die Frevler strafen.

2c)

Der Bergwombel Er ist eine Mischung der beiden anderen (MU:3 LE:15). Er reingt meist Felsen, indem er sie von Moos befreit.

3)

Die Vermehrung: Hinter dieses Geheimnis ist die Redaktion leider noch nicht gekommen. Zum einen liegt es an der Scheu dieser possierlichen Tierchen, zum anderen hat es auch mit der eigenartigen Anatomie der kleinen Kerle zu tun. Wir nehmen an, daß die Geschlechtsteile an der Unterseite liegen und beim Akt sich eine "Borste" vergrößert bzw. die Borsten eine Lücke freigeben. Allerdings sind diese Teile nur im erregten Zustand erkennbar und so ist noch viel Forschungsarbeit nötig. Ein Zwitterdasein kann aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden.

4)

Handel und Vertrieb: Voraus geschickt werden muß, daß eine Abrichtung der Wombels extrem schwierig ist. Die einzigen, die überhaupt an Menschen gewöhnt werden können, sind die Höhlenwombels. Wie uns berichtet wurde, plant Horst's und Roberts Kontor in Havena den Vertrieb der Wombels.


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