Die Toten der Familie Rabenmund

Die Kinder Answins von Rabenmund, die während oder kurz nach der Machtergreifung starben:

Fredo von Rabenmund ä.H.

Ältester Sohn Answins (geb. 19 v.H.). Absolvierte eine militärische Ausbildung und unterstützte seinen Vater voll und ganz bei seinen Aktivitäten. Wurde 19 Hal nach der Niederschlagung der ansinistischen Thronerhebung hingerichtet.


Hornbald von Rabenmund ä.H.

Zwillingsbruder von Barnhelm (geb. 18 v.H.), der seine Pagen und Knappenzeit am tobrischen Hof verbrachte. Unterstützte seinen Vater bei der Thronerhebung, war verantwortlich für einen Teil der Answin zugeschriebenen Brutalitäten in Gareth. Fiel bei einem Scharmützel gegen Loyalisten 18 Hal vor Gareth.


Edelmunde von Rabenmund ä.H.

das vierte Kind Answins, älteste Tochter, geboren 16 v.H. widersetzte sich zunächst ihrem Vater und heiratete gegen seinen Willen einen Reichsritter aus einer unbedeutender Adelsfamilie. Sie gebar drei Kinder, von denen der älteste Arnwulf später ebenso Darpatien verließ wie seine Schwester Edeltraut. Nach der Thronbesteigung ihres Vaters und dem Lavieren einiger Geschwister, bekannte sie sich aber zu ihrem Vater und war für die Gegenpropaganda gegen die Loyalisten zuständig. Das brachte ihr nach dem Ende der Affaire eine Verbannung auf die Feste Rulat ein, wo sie bald darauf an einer Krankheit starb. Ihr Gatte fiel bei der 3. Dämonenschlacht.


Giseltraud von Rabenmund ä.H.

Geboren 13 von Hal, versuchte sie stets alles ihrem Vater Recht zu machen, ohne je die gebührende Aufmerksamkeit von ihm dafür zu bekommen. Nachdem ihr Vater vom Kaiserhof verbannt war, war ihm kein potentieller Gatte gut genug für eine dynastische Heirat, so blieb sie unverheiratet.

Während der Thronusurpation war sie die Rechte Hand Fredos nahm sich 19 Hal das Leben.


Fredegard von Rabenmund ä.H.

Als jüngstes Kind Answins d.Ä. geboren 6 v. Hal, wurde sie mit 15 umworben von Dietrad von Ehrenstein, dem Sohn des tobrischen Herzogs (Abenteuer Gaukelspiel). Da Herzog Kunibald sich aber von seinem ehemaligen Freund lossagen wollte, unterband er eine Ehe seines Sohnes.

Fredegard wurde in der Schlacht auf den Silkwiesen 20 Hal getötet, als sie dem von Orken schwer bedrängten Reichsbehüter Brin beistand und für die Rettung des Lebens Brins ihr eigenes gab.


die übrigen Familienmitglieder, sortiert nach Todesdatum:

Trollwulf von Rabenmund m.H.

Der jüngere Bruder des Dettenhofener Vogts Roderick, wurde 4 Hal geboren. Nach Borbarads Inavsion in Tobrien befehligte er das darpatische Expeditionkorps. Er starb 27 Hal kurz nach der Schlacht von Eslamsbrück bei einem Rückzugsgefecht noch auf tobrischem Boden.


Boronian Garbit von Rabenmund j.H.

gen. der "Schwarze Junker", Cronfeldherr des Fürstentumes Darpatien, Vogt von Efferdsträne, Edler von Tälerort, Junker von Schwarzthann und Rabenmund

Geboren wurde Boronian 1 Hal als Zwillingsbruder der heutigen darpatischen Kanzlerin Ismena. Im Gegensatz zu seiner Schwester stand er an der Seite seines Vaters Helmbrecht II. und nicht auf Seiten seiner Mutter Racalla von Horsen-Rabenmund.

Mit sechs Jahren gab ihn sein Vater dem Graf von Gratenfels zum Pagen, damit er die Tugenden eines angehenden Ritters erlerne. In den folgenden Jahren hatte Boronian nicht selten unter dem Vorwurf zu leiden, ein Rabenmund und damit ein Verräter zu sein - traurige Frucht des Gerüchtes, daß Answin v. R. weiland in ein Mordkomplott wider den Kronprinzen verwickelt war. Nichtdestotrotz ließ sich der Jüngling nicht beirren und verfolgte sein Ziel, die Ritterwürde zu erstreiten. Seine Chance zur Bewährung war gekommen, als der Schwarze Marschall mit seinen Horden das Mittelreich überflutete. Boronian schloß sich dem nordmärkischen Aufgebot an und bewies während der Gefechte großes taktisches Geschick. Seine Taten brachten ihm am Ende des Krieges den Ritterschlag ein, auch wenn der Name Rabenmund durch die versuchte Usurpation seines Oheims einmal mehr in Verruf gekommen war.

Als nach der Niederschlagung der Answinisten die reichstreue Irmegunde den Thron Darpatiens bestieg, beschloß auch Boronian, in seine Heimat Darpatien zurückzukehren, und seine Dienste seiner Base anzubieten.

24 Hal wurde er zum Quartiermeister der Fürstlich-Darpatischen Armee ernannt Er erhielt Gut Schwarzthann zum Lehen. 26 Hal ernannte ihn die Fürstin zum Oberbefehlshaber des fürstlichen Heeres. Bald darauf ehelichte er Irmenella von Bregelsaum, eine Nichte Markgraf Throndwigs. 27 Hal folgte die Ernennung zum Vogt von Efferdsträne auf Empfehlung Ludegers v.R.

Böse Zungen behaupten jedoch, daß dem Truchseß des Fürstentumes weniger der Sinn danach stand, seinen Vetter zu ehren, sondern ihn vielmehr durch diesen Schachzug vom Hofe fernzuhalten, um seinen Einfluß auf die Fürstin zu schmälern.

Boronian wurde seit der Schlacht von Altzoll als vermißt gemeldet und einige Monate später in einer Höhle in den Trollzacken gefunden. Seine Leiche wurde verbrannt, die Asche nach Rommilys gebracht.

Boronian ist für seine sarkastische, zynische Art berühmt-berüchtigt. Seinen Untergebenen verlangt er nicht selten das Äußerste ab. Doch stellt er an sich die selben Anforderungen und würde niemals einen der Seinen im Stich lassen.

Wiewohl in der Regel besonnen, mag es geschehen, daß jäh sein Temperament aufflammt und er jegliche Verhaltenheit vergißt.

Auch wenn er als ein kühler, wortgewandter und orientierter Stratege bekannt ist, passiert es nicht selten, daß er seine Meinung und seine Vorgehensweise blitzartig ändert, zum Leidwesen seiner Feinde, aber auch seiner Untergebenen und Bekannten.

Von seinen Soldaten und Offizieren wird er der "Schwarze Junker" genannt, da er sich zumeist in schwarz-graue oder schwarz-silberne Kleidung zu hüllen pflegt.

Auch hat er sich extra in der Plättnerei zu Rommilys eine schwarze Kavallerierüstung anfertigen lassen. Sein Helm in Form eines Drachenkopfes ist selbst im dichtesten Schlachtgetümmel gut auszumachen.

Typische Zitate:

"Timeo Tobriem et dona ferentes!" (Ich fürchte die Tobrier, auch wenn Sie Geschenke bringen )

"Lasse den Falken nie vor dem Habicht beizen!" "Höre auf die Stimme deines Blutes!"

"Rückzug??? Niemals!!! Man verlegt seine Truppen nur in eine günstigere Lage!"


Mevis Travian von Rabenmund ä.H.

Geweihter der Travia

Geboren als 3. Kind Hildelinds  im Jahr 1 Hal und somit jüngerer Bruder der Fürstin. Schon früh hörte er den Ruf der milden Göttin. Während der Herrschaft seines Onkels war er Geweihter im Travia Tempel in der Grünen Ebene. Seit dem Jahr 22 Hal ist er jedoch wieder im Haupttempel seiner Göttin. Er war Führer der zwölf Pilger, die den Leichnam des Heiligen Kedio aus dem Lieblichen Feld in den Friedenskaiser-Yulag-Tempel brachten.

Während der Blutnacht am 30. Hesinde 29 Hal wurde er von einem wütenden Mob erschlagen, als er versuchte, zwischen den Parteien zu vermitteln.


Malzan von Rabenmund m.H. zu Echsmoos

Baron von Echsmoos, Junker von Galgenhain, Fürstlicher Seneschall

geboren: 12. Phex 3 v. Hal als Sohn des Yantur von Rabenmund (27 v. H. - 18 n.H.) und der Idra v. Felsmoos (25 v. H. - 10 n. H.)

Als erstem in der Erbfolge des Mittleren Hauses stünde es Malzan an, als Oberhaupt seines Familienzweiges zu fungieren. Diese Aufgabe erfüllt er jedoch eher schlecht als recht, zu sehr nimmt ihn seine Aufgabe als fürstlicher Seneschall in Anspruch. Das Lehen Echsmoos ging noch zur Regierungszeit Answins auf ihn über. Nach dem gewaltsamen Tode seines Vaters Yantur erhielt er die Baronie in nahtloser Erbfolge zugesprochen. Da sich zu dieser Zeit aber bereits das Blatt zugunsten der Brintreuen wendete, verhielt sich Malzan sehr zurückhaltend. Als deren Sieg schon fast besiegelt war, schlug er sich quasi im letzten Moment auf die Seite der Rebellen - ein Umstand, der ihm seine Baronswürde rettete. Dennoch spiegelt sich in ihm der ganze Stolz und Ehrgeiz seiner Familie. Diesen geschickten Umgang mit Notwendigkeiten, Machtverhältnissen und Intrigen machte sich Fürstin Irmegunde schnell zu Nutzen und berief Malzan als Senneschall an ihren Hof.

Als leidenschaftlicher Reiter, Schwertkämpfer und Turniergänger lebt er ganz in der Tradition eines Adeligen seines Standes und seiner Herkunft. Wenngleich er noch unverheiratet ist und somit zu den begehrtesten Junggesellen Darpatiens gehören müßte, hat sich eine geeignete Partnerin für ihn noch nicht gefunden. Letzteres mag auch an seinem schwierigen und aufbrausenden Charakter liegen. Hauptgrund hierfür ist jedoch die Heiratspolitik der Familie Rabenmund: eine adäquate Gattin hat sich in den Adelskreisen des Neuen Reiches noch nicht gefunden.

Hin und wieder kommt das Gerücht auf, der stattliche Krieger zeige ein verstärktes Interesse an seinen jungen Pagen und Knappen, doch verstummt derlei Gerede zumeist sehr rasch. Mehr als einmal hat Malzan seinen Ruf durch ein blutiges Duell wiederherstellen können und mancher schwatzhafte Lakai bekam die ganze Wucht seines Jähzorns zu spüren.

Am Hofe Fürstin Irmegundes erweist sich Malzan als rechter Ränkeschmied, der seinen Einfluß sehr wohl zu nutzen weiß. Gegenüber der eigenen Familie erweist er sich als absolut loyal, doch darf kein Außenstehender sich auf sein Wort verlassen, so es nicht im Sinne rabenmundscher Politik ist. Sein Bestreben ist es sicherlich, in höhere Ämter berufen zu werden. Dabei zeigt er jedoch deutlich mehr Geschick und Einfühlungsvermögen als beispielsweise sein Vetter Answin d.J. (ä.H.). Von seiner Natur her läge ihm ein direktes Vorgehen zwar mehr, doch hat er gelernt, den rechten Moment abzupassen. Seine Erfahrungen während und nach der Answinkrise haben ihm hierbei wichtige Dienste geleistet.

Er wurde in der Blutnacht am 30. Hesinde 29 Hal im Thronsaal des Schlosses von Rommilys von einem Bregelsaum erschlagen, als er versuchte das Leben der Fürstin zu schützen.

Lebenslauf:

7 bis 10 Hal: Kadettenausbildung in Wehrheim

11 bis 15 Hal: Knappe des Ritters Melwyn von Galgenhain

15 Hal: Ritterschlag durch den Ritter v. Galgenhain

18 Hal: Baron von Echsmoos

21 Hal: Berufung zum fürstlichen Senneschall

29 Hal: Tod durch Bregelsaum-Hand


Goswin d.Ä. von Rabenmund m.H.

Haushofmeister der Fürstin von Darpatien

Onkel Malzans von Rabenmund

Ein fürstlicher Beamter, wie er im Buche steht, so ließe sich Goswin am ehesten beschreiben. Seine Pflichten als Haushofmeister der Fürstin erfüllt Goswin mit Hingabe und absoluter Korrektheit. Dabei kann er jedoch keinesfalls als leidenschaftlich oder ehrgeizig bezeichnet werden. Selbst die privatesten Momente im Zusammensein mit seiner Frau betrachtet er eher als Pflichterfüllung, denn als Genuß. Ähnlich geprägt ist auch sein übriges Verhalten: stets korrekt, pünktlich, genau und zuverlässig. Ränkeschmieden oder höfischer Tratsch sind ihm zu wider.

Goswin ist sehr belesen, insbesondere im Bereich der Glaubenslehre Travias. Auch die höfische Etikette beherrscht er, wie kaum ein anderer. Und obwohl er in die verborgensten Geheimnisse des Fürstenhofes eingeweiht ist, nutzt er sein Wissen nicht, um Einfluß und Macht zu gewinnen. Vermutlich ist es diese Verschwiegenheit und Zuverlässigkeit, welche Fürstin Irmegunde so an ihm schätzt. Seine Berufung an ihren Hof in exponierter Stellung war die logische Konsequenz.

Zu Schwertkampf oder Jagdausritten ist Goswin jedoch wenig geeignet. Bereits in jungen Jahren ergraut beginnt sich sein Haar frühzeitig zu lichten. Wäre er nicht von adeliger Herkunft, so hätte er mit Sicherheit die Laufbahn eines einfachen Geweihten oder eines Schreibers in einer Amtsstube gewählt. Doch ist Goswin keinesfalls zu unterschätzen, auch wenn er ein so untypischer Vertreter seiner Familie ist. Angriffe oder Intrigen gegen die Fürstin verfolgt er unerbittlich. Sein reichhaltiges Wissen über Zusammenhänge und Hintergründe hat schon manchen voreiliegen Lehensmann Irmegundes wieder zur Räson gebracht. Gegenüber Bestechungsversuchen ist er geradezu immun.

Am Hofe der Fürstin und auch innerhalb der Familie Rabenmund wird hingegen hinter vorgehaltener Hand einiges gespottelt und gewitzelt. Seine überkorrekte Art und die Regelmäßigkeit, mit der sich sein Nachwuchs einstellt (alle zwei Jahre, jeweils kurz nach dem Traviafest) geben hierzu auch genügend Anlaß. Doch auch wenn Goswin auch über diesen Spott sehr wohl unterrichtet ist, scheint ihn dies nicht weiter zu kümmern.

Er starb in der Blutnacht zu Rommilys 29 Hal.

8. Travia 26 v. Hal: geboren als Sohn des Hilgert von Rabenmund (25 v. H. - 19 n. H.) und der Praiadane von Streitzig (25 v. H.)

12 v. Hal bis 6 v. Hal: Ausbildung und Aufenthalt im Travia Kloster zu Perricum, jedoch keine Weihe aufgrund der Intervention seines Vaters

1 Hal: Heirat mit Sumudai von Roßhagen

2 Hal: Geburt des Sohnes Hilgert d.J.

4 Hal: Geburt der Tochter Traviata

20 Hal: Haushofmeister der Fürstin

29 Hal: Tod durch Bregelsaum-Hand


Jaslin Brin von Rabenmund j.H. und vom Berg j.H.

Er ist eines von fünf Kindern (geb. 6 Hal), die aus der einzigen Verbindung eines Rabenmunds mit einer vom Berg hervorgegangen ist.

Er stirbt in der Blutnacht 29 Hal.


Wilbur von Rabenmund

Vogt der Baronie Efferdsträne, Cron-Gesandter des Fürstentums in Aranien, Edler zu Cris

Wilbur wurde am 11 v. Hal als erstes Kind seiner altadligen Eltern aus Binsböckler Geblüt auf dem heimischen Edlengut Cris nahe der Reichsstadt Wehrheim geboren. Seine Knappschaft verbrachte er bei seinen darpatischen Verwandten, die ihn mehr aufgrund der familiären Bindungen, denn aus freien Stücken bei sich aufnahmen. Kaum hatte Wilbur die Zeit der Knappschaft hinter sich gelassen, trat er in die Armee ein, wo er ob seines taktischen und strategischen Geschicks in das Institut für Taktik in Wehrheim aufgenommen wurde, bis man ihn endlich nach Rommilys versetzte. Dort versah er für mehrere Götterläufe seinen Dienst im unteren Verwaltungsstab. Wilbur lernte dabei seine erste Ehefrau kennen, die jedoch alsbald im Kindsbett nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Junivera-Traviane verstarb. Die Tochter gab er in die Obhut seiner wehrheimer Verwandten. Es folgten Jahre der Bewährung in denen Wilbur viele zukünftig wichtige Kontakte knüpfen konnte. Den eigentliche Durchbruch in seiner Karriere schaffte der ambitionierte Emporkömmling im Jahre 22 Hal, just ein Jahr nach der Ernnennug Irmegundes zur Fürstin. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man am Fürstenhofe, daß die Fürstin nicht lediglich von den organisatorischen Geschicken des kühnen Binsböckel beeintruckt gewesen sein soll. Die Gunst der Stunde nutzend, verstand Wilbur es sich wo immer es ihm möglich war, sich zu profilieren, was ihm angesichts seiner exzellenten diplomatischen und organisatorischen Fähigkeiten nicht schwer fiel. Dies und der Umstand bester Beziehungen zu den einflußreichsten Persönlichkeiten Darpatiens u.a. zu Ludeger von Rabenmund, dem darpatischen Truchsessen, nutzte Wilbur aus, um taktisch geschickt Positionen am Hofe und in der Verwaltung mit eigenen Familienmitgliedern besetzen zu lassen. So beispielsweise die Ernennung Urius von Binsböckel-Nierenfeld zum darpatischen Erz-Cämmerer. Ob der gewissen Beziehungen zur Fürstin, kam er jedoch schnell mit der Kanzlerin von Darpatien, Ismena von Rabenmund, aneinander, der ebenfalls die Unterhaltung rahjagefällige Beziehungen zur Fürstin nachgesagt werden. Nur Wilburs ebenso scharfer, wie wacher Verstand sowie dessen rhetorischen Künste ließen Wilbur zu einem ebenbürtigen Gegner der Kanzlerin machen. Um den Binsböckel vom Hofe zu entfernen, nutzte sie denn jedes Mittel. So veranlaßte sie nach dem Tode Boronians von Rabenmund j.H., daß Wilbur zum Vogt auf die fernabliegenden Efferdstränen ernannt wurde. Ein gut geglaubter Schachzug, doch schon wenig später hieß die Fürstin Wilbur wieder nach Rommilys, angeblich nur aufgrund anstehender wichtiger Vertragsverhandlungen mit dem aranischen Fürstenhause. In der Folgezeit begleitete der an den fürstlichen Hof zurückbestellte Irmegunde bei der ihr obliegenden Queste in die Schwarzen Lande. Ein Umstand, der den Opportunisten Wilbur wiederum in Konflikt mit der Kanzlerin Darpatiens brachte. Wohl aus Eifersucht, wie bei Hofe gemunkelt wurde. Ludeger von Rabenmund jedoch nahm Wilbur daher erst einmal aus der Schußlinie, wußte er doch um den schweren Stand bei Ismena. Er schickte Wilbur als Cron-Gesandten des Fürstentums nach Aranien. Nach einigen Verhandlungen wurde zudem die vom Kriege mitgenommene Vulvanja von Rabenmund nach Zorgan geschickt. Schon wenige Monate später gingen Wilbur und Vulvanja den Bund der Travia ein, wobei Wilbur auf eigenen Wunsch hin den Namen seiner Frau annahm. Dies hielt in der Folgezeit die Fürstin nicht davon ab, bei Bedarf den Botschafter ab und an zum Rapport nach Rommilys kommen zu lassen.

Verschollen bei der Güldenlandexpedition des Horasreiches


Praiosdan von Rabenmund m.H.

Junker von Feidewald

Er gehörte zur alten Riege der Rabenmunds (geb. 26 v.H.), bis er 32 Hal im Kampf gegen die Schwarzen Lande ums Leben kam.


Wolfrat von Rabenmund ä.H.

Burggraf zu Rabenmund, Edler von Wehrheim und Weiden und Darpatischer Cronfeldherr, Reichskommissar zur Sicherung der nördlichen Grenze

Wolfrat, geboren: 10 v. Hal, ist das sechste Kind Answin d.Ä. Schon in früher Jugend schlug er eine militärische Laufbahn ein, und wurde nach der Ogerschlacht wegen seiner Verdienste zum Hauptmann befördert und von Reichsmarschall Graf Haffax, trotz seiner Verwandschaft mit Answin d.Ä., zum Edlen von Wehrheim ernannt.

Aufgrund seiner Fähigkeiten in der Menschenführung, die er während seiner 3 jährigen Kommandatenzeit auf Maraskan bewiesen hatte, stieg er auf zum Reichsobristen von Perricum. Hier kam er mit einem wichtigen Beamten des KGIA in Kontakt, der seinem Leben eine entscheidende Wendung geben sollte. Seit dieser Zeit steht er auch auf den Lohnlisten der Reichsabwehr, für Auslandsaufklärung.

Nach zwei Jahren entsandte ihn Kaiser Hal als Attaché zur Gesandtschaft nach Vinsalt, wo er drei Jahre Dienst tat. Seine Loyalität zum Kaiserhaus stand nie in Frage. In den Orkkriegen wurde er aus Vinsalt abberufen und zum kaiserlichen Provinzmarschall in Wehrheim ernannt.

Was nicht einmal er selbst ahnt, ist, daß Irmegunde alles daran gesetzt hatte, daß der altersschwache Haffax als Reichsmarschall abgesetzt würde, damit Wolfrat nicht nur dieses Amt hätte übernehmen, sondern später auch einmal selbst hätte Graf von Wehrheim werden zu können.

Zwar ist nicht zu erwarten, daß Wolfrat, im Gegensatz zu Barnhelm, eine willige Marionette in Irmegundes Händen sein wird, doch hätte die Fürstin mit der Berufung Wolfrats ein Ziel erreicht gehabt: Daß die Grafschaft Wehrheim wieder in rabenmundscher Hand ist.

Eine weitere Trumpfkarte in Irmegundes Spiel ist Wolfrats offenkundiger Unwille sich zu vermählen. Der Burggraf ist ein Freund der elfischen Liebe, so daß Irmegunde sich darauf verlassen kann, daß Wolfrat keine eigenen Nachkommen zeugen wird. Dann aber ist es an ihr als Familienoberhaupt, einen Nachfolger zu küren.

Der Reichsbehüter machte Ihr vor kurzem vordergründig diesen Plan zunichte, indem er den ehemaligen Landgrafen der Trollzacken zum neuen Provinzmarschall ernannte. Doch übersah der Kaiser dabei nur, daß mit Entlehnung der von Streitzigs, einer von Irmegundes größten Wisersachern im darpatischen Adel, beseitigt ist.

Wolfrat wurde jedenfalls formal befördert mit dem Amte des Kaiserlichen Kommisars zur Sicherung der Nordgrenzen. Dies jedoch war nicht befriedigend für den stets aktiven Mann und er wurde nach dem Verschwinden des darpatischen Cronfeldherrens Boronian von Rabenmunds (j.H.) durch Irmegunde auf dessen Posten bestimmt.


Lebenslauf:

2 v. Hal: Page beim Reichsmarschall.

2 Hal: Kriegerakademie Wehrheim.

8 Hal: Reichsleutenant.

10 Hal: beteiligt an der Ogerschlacht.

Beförderung zum Hauptmann.

Ritter und Edler von Wehrheim.

11 Hal: Kommando auf Maraskan.

14 Hal: Reichsobrist von Perricum.

16 Hal: Ataché in Vinsalt.

19 Hal: Provinzmarschall von Darpatien / Orkkriege.

21 Hal: Burggraf von Burg Rabenmund.

22 Hal: Edler von Weiden. / Stellvertreter Haffax'.

25 Hal: Abberufung als Provinzmarschall, Ernennung zum Reichskommissar zur Sicherung der Nordgrenzen.

28 Hal: Cronfeldherr des Fürstentumes Darpatien

Gestorben bei Galottas Angriff auf Wehrheim 34 Hal (Abenteuer Schlacht in den Wolken)


Arnwulf von Rabenmund ä.H.

Die Frucht der Verbindung der Answintocher Edelmunde und Ludger von Zwölfenfels' ist von frühester Jugend an von seinen Eltern für das Kriegerhandwerk erzogen worden. Mit neun Jahren gaben ihn seine Eltern als Pagen zu seinem Onkel Wolfrat, damit dieser ihm bei seinem Kommando auf Maraskan die Finten und Kniffe zeigen konnte, die ein guter Kämpfer und Administrator beherrschen muß. Viel Freude bereitet es Arnwulf, vom Rücken eines Schlachtrosses aus die Welt zu sehen, was ihn aber nicht daran hinderte, sehr genau die Geschichte seiner Vorfahren zu studieren, wobei das Buch "Der ringende Herr" von Randolph von Rabenmund sein stetiger Begleiter war.

Um die Rolle eines Botschafters ausfüllen zu können, ging er 15 Hal mit seinem Onkel Barnhelm nach Festum, um dort als Assessor die Feinheiten des diplomatischen Parketts kennenzulernen. Leider mußte er 19 Hal Festum verlassen, da er sich mit der Tochter eines bekannten Reeders eingelassen hatte. Dieser zeigte sich wenig erbaut über die Liaison und machte seinen nicht unerheblichen Einfluß auf den Adelsmarschall geltend.

Seitdem verbringt Arnwulf seine Zeit in der Capitale des Neuen Reiches, wo er im Amt für Auswärtige Angelegenheiten seine Erfahrungen aus dem Bornland im Umgang mit den Emissären der anderen Reiche vertiefen konnte.

Dabei gelang es Arnwulf (wenn auch mehr durch Zufall, aber dies hört er nicht gern), einer Verschwörung gegen den Reichsbehüter auf die Schliche zu kommen. Zum Dank verlieh ihm SKM Brin das Privileg, die Kaiserkrone im Wappen zu führen und zugleich den Titel eines Burggrafen zu Halsmark, wo er heute residiert.

Charakterlich gefestigt hat Arnwulf sich nie auf die Ränke seines Großvaters eingelassen, sondern lieber sein eigenes Süppchen gekocht. Seine weitreichenden Verbindungen, aber auch sein jungenhaftes Lächeln und sein Charme machen ihn vor allem bei der Damenwelt sehr beliebt. Er ist jedoch selbst für einen Rabenmund recht abgebrüht und versucht in jeder Situation zuerst seine Chancen zu sichern. Seit der Usurpation seines Großvaters hat er mit seiner Familie gebrochen. Er heiratete eine Vertreterin des alten garetischen Adelsgeschlechts von Luring. Seine drei Kinder waren noch niemals in Darpatien und haben auch noch keine anderen Rabenmunds kennen gelernt.

Er starb beim Angriff Galottas auf Gareth 34 Hal (Abenteuer Schlacht in den Wolken)


Dschijndar-Fritjof von Rabenmund j.H.-Falkenberg

Baron von Neuborn und Nordhain, Reichsvogt von Almada

Geboren 5 v.H. zu Jergan, Sohn des darpatischen Barons Bernfried von Falkenberg-Rabenmund und der maraskanischen Edlen Dschijndja von Jergangrund, Zwillingsbruder von Bernadine-Felija.

Glosse - Bernfried von R.-F.

Dschijndars und Bernadines Vater Bernfried verschlug es im Zuge der Rückeroberung Maraskans durch Kaiser Reto - an dessen Seite er focht - auf das östliche Eiland. Daß er dort auch seinen Lebensabend verbringen würde, verdankt er einzig den Launen des Schicksals:

Bei der Schlacht von Hemandu nahe Jergan sah er sich einem maraskanischen Jüngling gegenüber, doch statt diesen mit geübtem Streich niederzustrecken, ergriff ihn das Mitleid, und so schalt er den Knaben, er möge sich von dieser Stätte des Todes schleunigst entfernen. Einerlei, ob der Junge ihn verstand oder lediglich die schiere Angst von ihm Besitz ergriff, wandte er sich zur Flucht und hätte gewißlich in einem herannahenden Stoßspeer der Kaiserlichen sein Ende gefunden, wäre Dschijndars Vater nicht beherzt hinzugeeilt - der tödliche Stoß traf den Baron, dessen lebloser Körper den Knaben zu Boden riß und unter seinem Gewicht begrub. Die Schlacht indes nahm ihren allbekannten Lauf.

Der letzte Lebenshauch wäre gewiß alsbald aus dem Baron gewichen, doch der Jüngling - mit Namen Aijrach - erwies seine Erkenntlichkeit, indem er den Schwerverletzten unter Aufbietung all seiner Kraft in Sicherheit brachte. Aijrachs Base Dschindja kümmerte sich aufopferungsvoll um den Lebensretter ihres Cousins, pflegte ihn gesund, verliebte sich in ihn und gebar im Jahr darauf die Zwillinge Dschijndar und Bernadine. Seines Lehens nun ledig - Baron Falkenberg wurde laut Aussage jenes Speerführers, der ihn einst niederstreckte, als Überläufer entlarvt und Verräter tituliert, den die göttergerechte Strafe jedoch unmittelbar am Ort seines Verrates ereilte -, fügte sich Bernfried seinem Schicksal und "genoß das 2. Leben", das ihm die Gnade der Götter beschert hatte. Denjenigen gegenüber, die ihm nahestanden, konnte er jedoch den Schatten auf seinem Gemüt, der fortan auf ihm lastete, nicht immer verbergen.

Schon früh reifte in Dschijndar der Gedanke, die seinem Vater widerfahrene Ungerechtigkeit eines Tages aus der Welt zu schaffen. Im Jahr 11 Hal wurde er Studiosus am Jerganer Seminar Kaiserlichen Rechts, das man seinerzeit kurzerhand im Gebäude der Scalijon Pandherija - Rechtsschule zur Unterweisung in das Wirkprinzip des Göttlichen Dualismus - eingerichtet hatte. Zwei Jahre später näherte er sich den Wurzeln seiner Vorväter, indem er nach Wehrheim übersiedelte. Auch Schwester Bernadine zog es in die darpatische Grafenstadt, allerdings als fanatische Anhängerin der Kriegsgöttin Rondra, ihr dortiges Ziel war das Ordenshaus der Templer zu Jergan. Dschijndar besuchte die Schule für Militärrecht, wo der junge Mann einiges Aufsehen erregte - mit messerscharfen Plädoyers düpierte er manch etablierten Collega, nicht ein Verfahren, in das er involviert war, konnte zugunsten der Gegenseite entschieden werden. Dies brachte ihm im Jahr 16 die Berufung zum Rechtsseminar des Greifen zu Beilunk ein. Doch sollte es noch weitere drei Jahre dauern, bis er "den Fall seines Herzens" zur Verhandlung brachte - die Rehabilation seines Vaters. Voran ging ein langwieriger Briefwechsel, in dem er diesen (der sich beharrlich sträubte) schließlich überzeugen konnte, lang zurückliegendes Unrecht endlich zu tilgen. Dank seiner hervorragenden Reputation fiel es Dschijndar nicht schwer, die vorsitzenden Richter von der Ungerechtigkeit zu überzeugen, die man seinem Vater vor knapp 25 Götterläufen angedeihen ließ - diejenigen, die den Baron damals mit ihren Aussagen belasteten, wurden jedoch nicht belangt, da man die Situation im Kampfgetümmel als zu undurchsichtig erachtete, um ihnen letztendlich einen Vorsatz nachweisen zu können. Sie oder ihre Nachkommen waren lediglich dazu aufgefordert, sich offiziell bei Dschijndars Vater und seiner Familie zu entschuldigen. Der seinerzeit in Ungnade gefallene Baron war nicht bei der Verhandlung zugegen, eine schwere Krankheit - der er zwei Jahre später erliegen sollte - verbot, die beschwerliche Reise nach Gareth anzutreten. So wurde Dschijndar in den Rang eines Barons erhoben, das Lehen Neuborn sollte wieder seiner rechtmäßigen Herrschaft unterstellt werden. Schon im Jahr 21 führte ihn sein weiterer Weg gen Punin, nachdem er auf dem Könglichen Hoftag zum Reichsvogt von Almada bestallt worden war - hinter vorgehaltener Hand konnte man daraufhin vernehmen, daß es schon länger an der Zeit war, den "umtriebigen almadanischen Baronen wieder ein räsonables Oberhaupt vor die Tür zu setzen". Dschijndars Vater sollte dies jedoch nicht mehr erleben, er verstarb am 16. HES 21, zwei Tage bevor der Reichsbehüterliche Ratschluß verkündet wurde. Das Lehen Neuborn wird seit diesem Tage von Schwester Bernadine-Felija verwaltet.

In die Zeit der Wirren an der almadanisch-liebfeldischen Grenzen fällt die Vermählung (30. Tsa 25) mit der almadanischen Edlen Yanis von Rastein-Vairningen. Am 16. FIR 26 konnte das in seiner körperlichen Erscheinung so ungleiche Paar den Geburtstag ihres Sohnes Djiriyan feiern.

Dschijndar Falkenberg-Rabenmund ist eine stattliche Erscheinung, nicht zuletzt wirken das streng zurückgekämmte, schulterlange Haar - zumeist zum Pferdeschwanz gebunden - und der markante Schnauzbart, sowie der eindringlich musternde Blick seiner dunklen Augen einschüchternd auf den Gegenüber.

Es läßt sich schwer verheimlichen, daß er dem Aufenthalt in Studierstuben oder an gut gedeckten Tafeln den Übungsstunden mit dem Florett deutlich den Vorzug einräumt. Dennoch sei ein jeder gewarnt, die Waffen mit dem almadanischen Reichsvogt zu kreuzen, denn er versteht es vortrefflich zu fintieren, und schon so mancher sah sich einem unwiderstehlichen Klingenwirbel gegenüber.

Gesetzte Ziele verfolgt Dschijndar mit nichtendenwollender Energie, die Vorgehensweise ist streng analytisch und akribisch. Seine Gewissenhaftigkeit schlägt sich in zumeist ernst wirkender Miene nieder, um so überraschender wirkt sein donnerndes Lachen, sei es über einen guten Scherz, als Antwort auf eine offensichtliche Lüge oder auf ein unverschämtes Angebot. Sein Humor ist derart scharf und feinsinnig - Resultat profunder philosophischer Bildung -, daß er leicht überhört werden kann, nicht selten fühlt sich ein Opfer dieser Ironie seinerseits belobigt und nicht, wie tatsächlich geschehen, beißendem Spott ausgesetzt. Dennoch wird man Dschijndar zumeist Umgänglichkeit attestieren, so er auf Ehrlichkeit trifft oder übertragene Aufgaben zu seiner Zufriedenheit erledigt werden.

Strenge und Pragmatismus weichen jedoch erst im Privaten vollends, seine Beziehung zur Yanis liegt in tiefer Zuneigung begründet und wird von großem Vertrauen getragen - kein Außenstehender würde derart viel Nachsichtigkeit im Wesen Dschijndars vermuten - sein kleiner Sohn erfüllt ihn mit Stolz. Zu seinen weiteren Vorlieben zählt die Beschäftigung mit den schönen Dingen des Lebens, seien sie körperlicher oder geistiger Natur. So es seine Verpflichtungen zulassen, fungiert er als Gastredner in der, auf den Schriften des Eridur von Pailos fußenden, Lebensschule seines Freundes Jorgen von Harmlyn unweit des Puniner Fürstenpalastes.

Typische Zitate:

"Ihr wollt mir also tatsächlich weismachen, daß die Rechtschaffenheit Eurem Glück im Wege stand und Ihr Euch darob jenen kleinen Umweg zu erwählen genötigt saht? Das nenne ich Pech."

"Was schert es einen erlesenen Tropfen, von wem er getrunken wird ..."

"Großen Geist erkennt man zumeist an den Dummköpfen, die sich gegen ihn verbünden."

"Natürlich mag ich Katzen - die klären rasch das Verhältnis mit der Nachbarschaft."

"Damit wir uns recht verstehen, dieses Offiz wird solange nächtens ohne ein einziges Talglicht in Praios' Licht erstrahlen, bis der Fall erfolgreich zu den Akten gelegt ist!"

Wappen:

geb.: 15. PER 5 v.H.

Größe: 1,89

Gewicht: 109 St.

Haarfarbe: dklblond

Augenfarbe: braun

Gestorben durch einen Mordanschlag 34 Hal in Punin (Abenteuer Aus der Asche)


Bernadine-Felija von Rabenmund j.H. - Falkenberg

Vögtin von Neuborn

Geboren 5 v.H. zu Jergan, Zwillingsschwester von Dschijndar-Fritjof.

Schon in jungen Jahren vernahm Bernadine den Ruf der Rondra und trat damit in die Fußstapfen ihres Vaters Bernfried (Im Wesen ihres Bruders Dschijndar spiegelt sich seit jeher vorrangig der maraskanische Geist seiner Mutter wieder.). Im Jahr 7 Hal tritt sie als Novizin und glühende Verehrerin der Göttin in den Orden der Templer zu Jergan ein, 6 Jahre später, mittlerweile Geweihte, zieht sie fast zeitgleich mit Dschijndar nach Wehrheim, wo der Orden ein Haus unterhält. Dort angekommen, zeigt sie sich einerseits fasziniert von der militärischen Ordnung der Garnisonsstadt, auf der anderen Seite beschleicht sie Nachdenklichkeit angesichts der ebenso augenscheinlichen Kehrseite des Ruhmes: verkrüppelte, armselige Gestalten, denen die Gnade der Göttin, einen ehrenvollen Tod zu finden, versagt geblieben ist. Dem aufkeimenden Zweifel an ihrer Bestimmung begegnet sie mit dem Eintritt in das Haus "Rondras Gnade", wo Geweihte der Kriegsgöttin hilfsbedürftige Veteranen bis zum Tode pflegen. Zwei Jahre verrichtet sie dort ihren Dienst, in ihr reift währenddessen die Erkenntnis, daß göttliche Flamme allein nicht unbedingt den Weg auf das Feld der Ehre weist. So führt im Jahr 16 ihr nächster Schritt in die "Ksl. Wehrheimer Akademie für Strategie und Taktik". Doch, noch bevor sie ihre Ausbildung dort beenden kann, verlangen die ins Reich einfallenden Orks eine ernsthafte Bewährungsprobe ab - nur mit Glück entkommt sie dem Debakel zu Orkenwall. Anschließend kehrt sie an die Akademie zurück und absolviert die Abschlußprüfung 20 Hal als eine der Jahrgangsbesten.

Doch statt eine vielversprechenden militärischen Karriere einzuschlagen, folgt Bernadine dem Ruf des Blutes und verwest das Lehen zu Neuborn.

Verschollen seit 34 Hal