Rauh ist das Land am östlichen Ufer des Ochsenwassers und ebenso rauh sind auch seine Bewohner. In der flächenmäßig größten Baronie der Grafschaft leben heute über 2700 Menschen, wobei ein großer Teil der Einwohner erst in den letzten Jahren aus den unruhigen Gebieten Tobriens und Weidens als Flüchtlinge in die Vogtei kamen.
Die Vogtei besteht zum überwiegenden Teil aus den hohen Gebirgszügen der Trollzacken. Dichte Wälder und hohe, oft schneebedeckte Berge bestimmen das Bild. Während das Ochsenwasser der umliegenden Küstenregion ein angenehm mildes Klima beschert, wird es in den Höhenlagen der Trollzacken selbst im Sommer mitunter unangenehm kühl. Im Winter sind die Berge stets und langanhaltend mit Schnee und Eis bedeckt. Der Weg durch die Vogtei über die Paßstraßen birgt dann so manches Risiko.
Der schmale Streifen am Ostufer des Ochsenwassers, der sich für den Ackerbau eignet, ist recht fruchtbar und ausreichend, um die Bevölkerung mit Feldfrüchten zu versorgen. Der größte Teil der Bewohner lebt vom Fischfang und dem Holzschlag in den Wäldern der Trollzacken. Hinzu kommt der Abbau von Zwergenkohle und deren Verarbeitung in der Ortschaft Brambauer.
So unterschiedlich die Berufe der Menschen in Dettenhofen, so unterschiedlich sind auch ihre Lebensgewohnheiten. Während die Fischer naturgemäß eher Efferd zugeneigt sind und das Ochsenwasser als ihr Refugium ansehen, besteht für die Bauern der Gegend die Welt aus dem schmalen Streifen Ackerland, den sie bewirtschaften. Die Verehrung Peraines findet sich hier in großer Intensität. Die Jäger, Holzfäller und Bergbauern aus den Trollzacken hingegen leben mit dem grimmen Wetter, den Beschwernissen und den Gefahren der Bergwelt. Kaum jemand von ihnen möchte dieses Leben gegen ein anderes eintauschen. Der Glaube an Firun findet sich hier, wie kaum sonst im Mittelreich. Und doch haben die Bewohner Dettenhofens vieles gemeinsam. Der Glaube an die Göttin der Gastfreundschaft ist so ausgeprägt, wie in ganz Darpatien auch. Und doch haben Fremde es nicht leicht. Rauh, mißtrauisch und verschlossen geben sich die Dettenhofener gegenüber Ortsunkundigen. Außenstehende würden sie als stur und humorlos charakterisieren, doch ist dies nur der erste Eindruck. Haben die Bewohner der Region erst einmal Vertrauen zu jemandem gefaßt, so tauen sie regelrecht auf und können sehr gesellig und humorvoll sein (so man einen etwas derben und trockenen Humor schätzt).
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