Geschichte der Vogtei Dettenhofen

1658 v. Hal: Siedler ziehen von Rommilys kommend am östlichen Ufer des Ochsenwassers nach Norden - Gründung des Weilers Freudenweiler

1654 v. Hal: Gründung des Weilers Dettenhofen

1320 v.Hal: Bei einer Massenschlägerei zwischen den Fischern aus Dettenhofen und den Bauern aus Freudenweiler kommt es zu zahlreichen Toten und Verletzten

1247 v. Hal: Beginn der Orkherrschaft; Gründung Brambauers

1141 v. Hal: Niederwerfung der Oks mittels der Hilfe von vier Trollen

1140 v. Hal: Auf den Ruinen Freudenweilers entsteht die Siedlung Hassloch

945 v. Hal: Zwergenkohle- und Erzfunde bei Brambauer, die Ortschaft erhält daraufhin Marktrecht

911 v. Hal: Erbauung der Feste Rabenstein; Erlan von Rabenmund wird Landvogt zu Ochsenwasser

879 v. Hal: Erste urkundliche Erwähnung des Klosters Wolfskopf

712 v. Hal: Das Dettenhofener Land wird Lehen der Grafen von Rommilys

692 v. Hal: Erbauung von Burg Corvinsruh als Stammburg derer von Rabenmund

566 v. Hal: Absetzung der Familie Rabenmund vom Grafenamt. Rhufon von Rabenmund zieht sich auf die Feste Rabenstein zurück

216 v. Hal: Einheiten des Grafen v. Ochsenwasser werden vor der Ruine Corvinsruh von Trollzackern vernichtend geschlagen

83 v. Hal: Glorian v. Rabenmund verpachtet Burg Rabenstein auf 99 Jahre um seine Spielschulden zu begleichen

5 v. Hal: Cordovan E. Galotta erwirbt die südlichste der Ochsenwasser-Inseln und läßt sich einen Turm errichten.

10 Hal: Die Ogerschlacht fordert zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung. Alle wehrfähigen Männer und Frauen sind im Kampf.

18 Hal: Vogt Yesper von Mersingen zu Dettenhofen wird von den Loyalisten festgenommen und entmachtet.

21 Hal: Fürstin Irmegunde v. Rabenmund (ä.H.) setzt ihren Neffen Roderick v. Rabenmund (m.H.) als Vogt ein.

26 Hal: 20 Büttel und ebensoviele Wehrheimer Doggen werden in zwei Hundeführerstaffeln zusammen gefaßt und im Kampfhund-Einsatz geübt.


Nach Gründung der Stadt Rommilys wurde bald auch das östliche Ufer des Ochsenwassers besiedelt. Überwiegend Fischer und Bauern zogen von Rommilys aus nördwärts und gründeten zunächst die Ortschaft Freudenweiler am südöstlichen Ufer des Sees. 4 Jahre später ließen sich einige Fischerfamilien wenige Meilen nördlich nieder. Der neue Weiler ward Dettenhofen geheißen, vermutlich leitet sich der Name vom Kadettenfisch ab, einer kleinen aber wohlschmeckenden Speisefischart, die sich häufig im Ochsenwasser findet.

Die beiden benachbarten Ortschaften wachsen und gedeihen in den folgenden Jahren prächtig, wenngleich eine stete Konkurrenz zwischen ihnen besteht. So ist Dettenhofen von je her von Fischern bevölkert, wohingegen Freudenweiler ein Ort der Bauern und Leibeigenen war. Zeitweilig führte der Zwist zwischen den Ortschaften auch zu heftigen Auseinandersetzungen. Höhepunkt soll Überlieferungen zufolge - eine Massenschlägerei auf dem Weg zwischen den Ortschaften im Jahre 1320 v. Hal gewesen sein, bei der es zu 14 Toten und über hundert Verletzten kam. Mittlerweile ist die Fehde jedoch in friedlichere Bahnen gelenkt. Alljährlich treffen sich die Einwohner beider Orte zu einem Volksfest, um es bei einem Tauziehen unter sich auszumachen.

Der Orkensturm stürzt das Land in Chaos. Die Einwohner Dettenhofens geraten in Knechtschaft der Schwarzpelze oder flüchten sich auf die Inseln im Ochsenwasser. Freudenweiler wird vollständig von Orks eingenommen und besetzt.

Die wenigen überlebenden Menschen flüchten in die Berge und gründen die Ortschaft Brambauer, benannt nach der einzigen Nutzpflanze der Landschaft, dem Brambusch.

Nach anfänglichen Auseinandersetzungen mit den in den Bergen beheimateten Trollen kommt es schließlich zu einem Bündnis zwischen Menschen und Trollen. Der bis heute gültige, wenngleich nie schriftlich fixierte Kontrakt sichert den Trollen absolute Freizügigkeit zu. Zudem verpflichten sich die Einwohner Brambauers zur Leistung von Tributzahlungen in Form von Nahrungsmitteln und Naschwerk. Als Gegenleistung standen vier Trolle den Menschen bei der Erstürmung des Orklagers bei Freudenweiler bei. Ein Blutbad sondergleichen war die Folge des geballten Hasses, der sich über die Schwarzpelze ergoß. Als die Tsapriesterin Freudenweilers der Verwüstung ansichtig wurde, war sie zutiefst entsetzt. Auf ihr Geheiß bekam der neuerrichtete Ort auf den Ruinen des Dorfes den Namen Hassloch.

In der Folgezeit erstand die Region in neuer Blüte. Das besondere Verhältnis der Einwohner Brambauers und die Entdeckung ergiebiger Eisen und Zwergenkohleadern in den umgebenden Bergen verhalfen dem kleinen Ort als erstem in der Region zur Erlangung des Marktrechtes. Die Erzfunde führen auch zur Ansiedlung einer Zwergensippe in Brambauer - die einzigen Vertreter ihres Volkes in der Vogtei.

Die vorgelagerten Inseln im Ochsenwasser bleiben auch nach dem Rückzug der Schwarzpelze überwiegend unbebewohnt. Die Inseln werden zu sehr mit unheimlichen Erscheinungen in Verbindung gebracht. Auf der nördlichsten und zugleich größten läßt der Edle Erlan von Rabenmund trotzdem von Leibeigenen eine Trutzburg errichten, die der Bevölkerung für die Zukunft eine sichere Zuflucht bieten soll. Wenig später ernennt ihn der Graf von Rommilys zum Landvogt des "Dettenhofener Landes".

Unter Erlans Führung dringen immer wieder Erkundungstrupps in die Berge der Trollzacken vor. Heftige Kämpfe mit verschiedenen Trollzacker-Stämmen verzögern die Besiedlung des Gebietes beträchtlich. Erst Erlans Enkel Goswin gelingt es, den Weg für die nachfolgenden Siedler und Waldbauern zu ebnen und die Region größtenteils zu sichern. Ein Wehrturm im Osten der Trollzacken ist seitdem Stützpunkt Dettenhofens zur Sicherung der Paßstraßen.

Nachdem Dardulan d. J. v. Rabenmund im Jahre 712 v. Hal Graf von Rommilys wird, erhält Hassloch das Marktrecht.

Dardulans Neffe Kedor wird 695 zum Landvogt ernannt. Dessen Vorhaben, inmitten der Trollzacken die mächtige Burg Corvinsruh als Stammsitz der Familie zu errichten, treibt die gesamte Grafschaft an den Rand des Ruins.

Das ohnehin getrübte Vertrauen der Bevölkerung, die über Jahrzehnte unter immer neuen Abgaben leiden mußte, erleichtert der Praioskirche die Absetzung und Entmachtung der Rabenmunds in der Grafschaft Rommilys. Lediglich die Feste Rabenstein verbleibt in Besitz der Familie. Die Burg Corvinsruh ist verlassen und verfällt zur Ruine. Nach der Entmachtung der Priesterkaiser erlangt Swyno von Streitzig die Grafenwürde im Duell mit Malzan v. Rabenmund. Als Sitz des Vogtes fungiert zwischenzeitlich ein Gutshaus bei Hassloch. Von 172 v. Hal an wird die Vogtei direkt vom Sitz des Grafen von Ochsenwasser aus verwaltet.

Der Versuch, das Hinterland dichter zu besiedeln, indem die Feste Corvinsruh neu errichtet werden soll, wird schließlich nach erbitterten Kämpfen mit Trollzacker-Kriegern wieder verworfen. Noch heute sollen in der Ruine Corvinsruh die ruhelosen Geister gefallener und zu Tode gefolterter Krieger des Grafen von Ochsenwasser umhergehen.

Die Familie Rabenmund verliert schließlich auch ihren letzten Besitz in Dettenhofen als Glorian v. Rabenmund, Burgherr von Rabenstein, die Feste auf 99 Jahre an den Edlen Mavrik v. Perricum beim Boltan-Spiel verliert. Erst durch die Heirat Hilgerts v. Rabenmund mit Praiadne v. Streitzig und die damit verbundene Mitgift, das Gut Hassloch, gelangen die Rabenmunds wieder zu Landbesitz in Dettenhofen.

Zu einer traurigen Berühmtheit kommt die Vogtei im Zusammenhang mit der Ogerschlacht. Der schurkische Erzmagier Cordovan E. Galotta läßt sich auf der südlichsten Insel im Ochsenwasser einen Turm errichten, von dem aus er seine düsteren Machenschaften koordiniert. Die Ogerschlacht selbst, von Galotta angezettelt und gesteuert, fordert auch unter der Dettenhofener Bevölkerung einen hohen Blutzoll. Erst nachdem die Schlacht geschlagen und Galotta von einem kleinen Trupp Freiwilliger unschädlich gemacht worden ist, kehrt wieder Ruhe ein in der Vogtei. Die Insel des vermeintlich toten Magiers geht in den Besitz der Vogtei über, der Zutritt wurde unter Strafandrohung untersagt. Ein Beobachtungsturm auf dem gegenüberliegenden Ufer, der auf Geheiß des Kaisers errichtet wurde, zeugt von der Furcht und dem Mißtrauen, das man der "verfluchten Insel" noch heute entgegenbringt.

Während der Answinkrise steht die Vogtei Dettenhofen - wie auch die gesamte Grafschaft - bis zuletzt treu auf Seiten der Answinisten. Der alte Vogt Dettenhofens fällt, wie auch der Graf von Ochsenwasser in die Hände der Loyalisten und wird wenig später abgeurteilt. Der geschickten Politik der neuen Herrscherin Darpatiens, Fürstin Irmegunde, ist es zu verdanken, daß auch in der Grafschaft Ochsenwasser der Name derer von Rabenmund neue Bedeutung erlangt. Neben den ohnehin in Rabenmundscher Hand ruhenden Baronien Echsmoos und Bohlenburg werden nun auch in Neuborn, Dettenhofen und in der Mark Rommilys Rabenmunds als Regenten eingesetzt. Roderick v. Rabenmund wird Vogt von Dettenhofen. Der Umstand, daß er sich während der Answinkrise im belagerten Lowangen aufhielt und somit nicht in den Verdacht geraten konnte, mit den Answinisten sympathisiert zu haben, begünstigt seine Ernennung.

Konsequentes Durchgreifen im Umgang mit Wegelagerern und Trollzackern bringt Vogt Roderick schnell die Anerkennung der Bevölkerung, wenngleich er sich auch den Ruf einer gewissen Grausamkeit einhandelt. Die Leidenschaft des Vogtes, die Zucht Wehrheimer Doggen, führt schließlich zur Gründung einer schlagkräftigen Truppe von Bütteln, die im Einsatz dieser Kampfhunde ausgebildet sind und somit zu einer ernsthaften Gefahr für jegliche Unruhestifter in der Region werden.


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