540 E
Tempel: Efferd, Travia
Wenngleich der Ort der Vogtei den Namen gegeben hat, so handelt es sich dennoch nicht um den wichtigsten Ort in Dettenhofen. Überwiegend von Fischern bewohnt, hat die Ortschaft Dettenhofen vor allem als Verkehrsknotenpunkt Bedeutung erlangt. Straßen führen nach Hassloch und weiter in den Süden nach Neuborn sowie nach Norden über die Fähre nach Rabenstein und weiter nach Echsmoos. Auch die alte Paßstraße nach Corvinsruh und zum Kloster Wolfskopf nimmt hier ihren Anfang.
Die Einwohner Dettenhofens sind seit je her überwiegend Fischer. Dabei sind etwa die Hälfte der Fischer unfrei. Zudem machen freie Handwerker einen wichtigen Teil der Bevölkerung aus.
Auch der Bau kleiner Segel- und Ruderboote gehört zu den Erwerbsquellen und Dettenhofen besitzt einen kleinen Hafen. Zudem schaffen (unfreie) Flößer seit Jahrzehnten das in den Trollzacken geschlagene Holz von hier aus über den See nach Schwanen. Treffpunkt der Fischer und Werftarbeiter ist die Schenke "Fischpfanne" (keine Übernachtungsmöglichkeiten) in der zahlreiche schmackhafte Fischgerichte angeboten werden. Der Wirt der "Fischpfanne", Answin Netzkneuper hat zugleich das Amt des Dorfschulzen inne. Der "Gasthof Seeblick" dient eher Durchreisenden und Kaufleuten als Station. Hier finden Reisende auch einige einfache aber gepflegte Zimmer. Besitzer des Gasthofs ist der Hasslocher Großgrundbesitzer J.C. Riemschneider.
Mit den Einwohnern der nahegelegenen Ortschaft Hassloch verbindet die Dettenhofener eine Jahrhunderte alte Rivalität. Noch immer hat man es nicht überwunden, daß Dettenhofen kein Marktrecht erhalten hat. Über die Bewohner Hasslochs spricht man oft spöttelnd von "arslocher Kuhtreibern" und Fremde, die sich als Bauern, Landarbeiter oder ähnliches zu erkennen geben, werden es schwer haben, in Dettenhofen Freunde zu finden.
890 E
Tempel: Peraine, Boron, Traviaschrein
Der größte Ort der Vogtei lebt fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Die Gutshöfe, größeren Höfe und auch fast alle mittelgroßen Höfen sind um den Ort herum angesiedelt. Der eindeutig reichste und mächtigste Mann des Ortes ist J.C. Riemschneider (s.u.), dessen Neffe Gerin das Amt des Dorfschulzen bekleidet.
Zentrum des Ortes ist die große Markthalle (auch im Besitz der Riemschneiders), um die herum sich das örtliche Leben konzentriert. Die drei Schänken des Ortes, "Zum lustigen Landmann", "Bergefuß" und "Zum goldenen Pflug", sind in der Nähe der Markthalle zu finden, ebenso wie die meisten Krämerläden. Zwei Gasthäuser finden sich ebenfalls in Hassloch, das "Ochsenwasser" am Seeufer und das "Haus Wegzehrung" am Ortsausgang nach Brambauer. Beide Häuser bieten einfache, aber saubere und gepflegte Zimmer zu annehmbaren Preisen.
Die Hasslocher betrachten ihren Ort nicht ganz zu Unrecht als Hauptstadt der Vogtei. Vogt Roderick von Rabenmund genießt hier besonders großes Ansehen, leitete er doch zuvor hier das Gut seiner Familie, welches immer noch als eigene Domäne die Säckel des Vogtes füllt. Zudem hofft man insgeheim darauf, daß durch den Einfluß des Vogtes Hassloch endlich auch das Stadtrecht verliehen wird. So manch übereifriger Hasslocher Bürger träumt gar von einer Umbenennung der Vogtei. Die Einwohner Dettenhofens werden zumeist als "deppenhofener Fischköppe" bezeichnet. Dabei darf man die Rivalität zwischen den Ortschaften im übrigen nicht allzu ernst nehmen. Die verbissenen Auseinandersetzungen früherer Jahrhunderte sind längst vorbei. Vielmehr pflegt man eine von Spötteleien und kleineren verbalen Auseinandersetzungen geprägte Nachbarschaft. Höhepunkt ist das jährliche Volksfest zwischen den Ortschaften. Gegenüber einer äußeren Bedrohung zeigen sich Hasslocher wie Dettenhofener in fester Einigkeit.
290 E (etwa 90 Zwerge)
Tempel: Ingerimm, Firun
Fast unmerklich hat sich aus dem kleinen Nest in einem Tal in den Bergen, das einst als Unterschlupf vor den Orken diente, ein beachtlicher Marktflecken gemausert, der von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Vogtei ist. Die Erzfunde und die Entdeckung ertragreicher Zwergenkohle-Minen führten schon früh zur Ansiedlung einer Zwergen-Sippe, deren Lebensweise die gesamte Ortschaft geprägt hat.
Von den Waldbauern in der Nähe und einigen Jägern abgesehen lebt Brambauer von der Gewinnung und Verarbeitung der Zwergenkohle. Die dabei entstehenden Rauchwolken legen sich oft wie eine Glocke über die Ortschaft und das Tal. Der beißende Geruch aus den Öfen der Handwerker machen das Leben nicht unbedingt angenehmer. Die Einwohner scheint dies nicht sonderlich zu stören, sichert der Handel mit Zwergenkohle doch einen gewissen Wohlstand.
Die beiden Schenken des Ortes "Angroschs Bier" und "Schwarzes Loch" werden beide von Angehörigen des kleinen Volkes geleitet. Im "Angroschs Bier" dürften menschliche Besucher ihre Schwierigkeiten haben, beträgt die Deckenhöhe doch gerade neun Spann. Dafür findet man hier eine erstaunlich große Auswahl verschiedener Biere und deftiges Essen zu kleinen Preisen. Im "Schwarzen Loch" läßt es sich ohne Probleme aufrecht gehen und auch ein Schlafplatz (im Gemeinschaftsschlafsaal auf Strohmatten) finden. Die Qualität der Speisen und Getränke reicht aber bei weitem nicht an die anderer Lokalitäten in der Vogtei heran.
Als Dorfschulze fungiert Bragulf, Sohn des Dorrek, der zugleichauch Ältester der Zwergensippe ist. Das Zusammenleben zwischen Menschen und Zwergen gestaltet sich relativ reibungslos, sogar von Verbindungen zwischen den beiden Völkern ist in Hassloch die Rede.
Statt wie die Menschen Efferd am 1. Efferd für die Bezwingung des Urriesen zu danken, ziehen die Zwerge in einer Prozession zum Ochsenwasser, Ingerimm zu huldigen.
90 E
Tempel: Rondraschrein
Nur wenige Häuser von unfreien Fischern liegen am Fuße
der Trutzburg. In deren Innern leben der Vogt mitsamt seinem Gefolge,
Bediensteten und einige Handwerkern. Eine Seilfähre verbindet die Insel
mit dem Festland, so daß eine problemlose Verbindung zur Vogtei
gewährleistet ist.
Während die Burg in der Zeit, als sie einer Edlenfamilie aus Perricum als Sommerresidenz diente, viel von ihrem wehrhaften Charakter verloren hatte, wurde sie in den letzten Jahren wieder in den ursprünglichen Zustand einer Trutzburg zurückversetzt. So ragt sie nunmehr eher bedrohlich denn einladend über der kleinen Insel auf. War die Burganlage einst dazu errichtet worden, in Zeiten der Gefahr die Einwohner der Vogtei aufzunehmen, wird sie diesem Ziel heute freilich nicht mehr gerecht. Zwar können einige hundert Menschen im Innern der Burgmauern Unterschlupf finden, doch ist die Zahl der Einwohner zu stark gewachsen.
30 E
Tempel: Travia
Um
das Kloster an der Paßstraße am Wolfskopf ranken sich zahlreiche
Sagen und Legenden. Das genaue Datum der Entstehung, wie auch die Umstände,
die zur Erbauung des Klosters führten, liegen im Dunkel der Geschichte.
Übereinstimmend wird der heilige Travinian als Gründer des Klosters
genannt.
Rein optisch erinnert das Kloster eher an eine kleine Wehranlage von Rondrarittern, denn an einen Hort der Göttin der Gastfreundschaft. Doch wurde das Kloster noch nie in seiner Geschichte von Räubern, Trollzackern oder Schwarzpelzen angegriffen oder belagert. Ein jeder Reisender, der um Gastfreundschaft bittet, bekommt diese gewährt. In den kalten Winternächten ist das Kloster zudem mit großen Leuchtfeuern auf den beiden Türmen gut zu erkennen. So manch verirrter Wanderer hat diesem Umstand schon sein Leben zu verdanken. Der gute Ruf des Klosters sichert schließlich auch seine Existenz. Aus ganz Dettenhofen, aber auch aus vielen anderen Regionen Darpatiens kommen viele Spenden in die Klosterhallen.
Heute leben 14 Mönche in der Anlage. Sie werden von einigen Laien mit ihren Familien in der traviagefälligen Arbeit tatkräftig unterstützt.
19 E
Tempel: -
Zehn
Büttel und zwei Corporale sind hier unter dem Kommando des Weibels
Trollgrimm Heckenschleicher stationiert. Die Einheit, die unter dem Namen
"Dettenhofener Bergjäger" bekannt ist, sichert die Paßstraßen
der Vogtei. Kleinere Scharmützel mit Trollzackern sind eher selten geworden,
nachdem Vogt Roderick mit der gnadenlosen Verfolgung des Stammes begonnen
hat. Dennoch sind die Soldaten stets gefordert. Wegelagerer, wilde Tiere
und vor allem das kalte und rauhe Klima lassen den Dienst im Wehrturm zu
einer harten Prüfung werden.
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