Die wichtigsten Dörfer und Flecken

Perz

610 Einwohner

Garnison: 20 Büttel, Zöllner und Soldaten der Burg

Tempel: Travia, Peraine, Efferd, Rondra- und Praiosschrein auf der Burg

Das wichtigste Ort der Baronie ist Durchgangsstation für Reisende aus aller Herren Länder. Direkt an der Reichsstraße liegt das Städtchen im Schutze von Burg Corvinstein.

Landwirtschaft und das Geschäft mit den Reisenden sind die gewinnbringensten Wirtschaftszweige der Stadt.

Hochgestellte oder reiche Reisende nächtigen im „Hirsch und Jäger“, weniger Betuchte können sich im „Travias Heim“ oder „Rabenschnabel“ zur Ruhe begeben. Tavernen gibt es für jeden Geschmack, sei es die bei Fuhrleuten beliebte „Zur Tränke“ oder der von Händlern bevorzugte „Golddukat“.

Auf der Burg residiert Ludeger von Rabenmund (ä.H.), zumindest während der geringen Spanne im Jahr, in der er nicht in Rommilys oder außerhalb Darpatiens weilt.

Die Siedlung genießt das Marktrecht, das den bescheidenen Reichtum sichert. Wiewohl es nunmehr 230 Jahre her ist, daß Perz dieses Privileg gewährt wurde, schwelt bis heute der Streit mit dem Dorf Dergelheim, daß bis dato die bedeutendste Ansiedlung der Baronie war, damals, als die Bregelsaums noch über das Land herrschten. Randolph von Rabenmund jedoch entzog dem bregelsaumtreuen Flecken die Privilegien unter einem Vorwand, um den Einfluß der Kontrahenten zu brechen. Seitdem sind sich Perzer und Dergelheimer spinnefeind.

Junkerin Lanore von Corvinshag, die zwei Höfe ihr Lehen nennt, ist Vogtin der Baronie. Da der Ort zwar das Markt-, aber kein Stadtrecht besitzt, vermochte sie bisher das Ansinnen der Bürger abweisen, statt eines vom Baron eingesetzten Dorfschulzen einen Bürgermeister zu wählen. Das Murren ob dieser Regelung wird allerdings immer lauter, eifrig geschürt von den Bregelsaums.

Nail

1.300 Einwohner

Garnison: 15 Soldaten

Tempel: Travia; Peraine- und Phexschrein

Der Weiler hat in den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung erlebt. Vor allem der florierende Handel mit Getreide, welches vornehmlich an die Garnisonen in Wehrheim verkauft wird, hat das Dorf gehörig wachsen lassen. So ist der Flecken längst an das fürstliche Gut Smaragdfeld, Lehen der Junkerin Calira von und zu Smaragdfeld, herangewuchert.

Neben den Bauern finden auch einige Fischerfamilien ihr Auskommen. Zudem gibt es eine kleine Werft für die Fertigung von Flußbooten. Letztere hat ihre besten Tage allerdings schon lange hinter sich, muß das Holz doch mühsam aus Weiden über den Dergel zur Werft geflößt werden.

Wie die meisten Dörfer in Dergelsmund wird auch Nail von einer hölzernen Palisade geschützt, wiewohl Dorfschulzin Muria Süderwind schon seit Jahr und Tag Petitionen an den Baron verfaßt, eine Stadtmauer errichten zu dürfen. Ihr Ziel ist es, dadurch über kurz oder lang auch das Stadtrecht zu bekommen. Nail wäre nicht der erste Flecken, der durch eine eigene Mauer genug „Selbstbewußtsein“ erlangen konnte, mehr Rechte einzufordern. Jedoch: Die Kosten wären immens und es droht kein Feind, der dies rechtfertigen würde, so daß die Bitte bislang abgeschlagen worden ist.

Gastfreundlich ist Nail, es stehen nicht weniger denn drei Herbergen dem müden Reisenden offen. Der „Schwan und Bär“ ist für den gut betuchten Händler und Adligen gedacht. Die mehr als ein Dutzend Wappenschilde, welche die Hauswand zieren, zeugen davon, daß viele illustre Gäste hier Quartier fanden und mit den Diensten des Wirts Vargold Riemstein zufrieden waren. Dies ist natürlich gut fürs Geschäft, wird doch jeder von Stand und Ansehen zuerst hierhin seine Schritte lenken. Die anderen beiden Herbergen, „Zum Strohsack“ und „Reiters Rast“ können da nicht mithalten, doch bleiben genug Pilger, Söldner und Abenteurer, die die Schlafsäle und Zimmer füllen. Ans „Reiters Rast“ ist eine Wechselstation der Beilunker Reiter angeschlossen.

Eine Fähre über den Dergel ist die einzige Verbindung nach Wehrheim. Zwar hat schon Fran-Horas weiland versucht, eine Brücke über den Fluß zu bauen, doch hatte er ebensowenig Erfolg, wie die Herrscher nach ihm. Es geht die Sage , daß der „Graue Mann vom Ochsenwasser“, der Herrscher der Tiefe, einen Brückenschlag verhindert und selbst die Fähre nur wegen eines jährlichen Opfers erlaube. Vor dem Verschwinden von Leonardo dem Mechanikus hatte man dennoch schon Pläne gefaßt, den Albernier mit der Aufgabe, eine Brücke zu errichten, zu betrauen, doch hat sich dies seit dem Einfall des Dämonenmeisters erledigt.

Dergelheim

780Einwohner

Garnison: 10 Soldaten

Tempel: Peraine, Traviaschrein

Dergelheim ist ein Dorf wie viele andere in Darpatien: Ackerbau, ein wenig Viehzucht, nichts besonderes eigentlich. Und doch birgt Dergelheim eine Besonderheit: Ein Kloster des Traviaordens der Innocensier liegt nur wenige Meilen südöstlich des Dorfes. Und so kommt es, daß fast ein Viertel der Bauern ihre Abgaben an das Kloster liefern, denn das Land südlich von Dergelheim gehört fast zur Gänze dem frommen Orden.

In Dergelheim gibt es selbst existieren eine Schenke („Ritter und Knecht“) und zwei Herbergen („Landmanns Rast“ eher mittelmäßig, und „Zur Guten Mutter“, sehr gediegen), für die Pilger, die auf dem Weg nach Rommilys einen Abstecher machen, um im Kloster der mildtätigen Göttin eine Spende und ein Gebet darzubringen.

Kloster Rabenhorst, Konvent des Ordens zum Schutz des Heiligen Herdfeuers

Von wogenden Getreidefeldern umringt, liegt das Kloster der Innocensier zwischen den Dörfern Dergelheim und Heuthof. Eine hohe, weiß getünchten Mauer umfriedet das Anwesen und sorgt dafür, daß niemand ohne weiteres den Frieden der 34 Chorgeschwister (davon 5 Geweihte) und 64 Konversen stört.

Äbtissin ist Nandel von Buschfelde, eine Mittvierzigerin mit strengen Gesichtszügen, den traditionellen Zopfrollen und einem kämpferischen Blick (samt Kinn). Sie verfolgt eisern die gernerationenlange Tradition ihres Ordens und bildet mit ihrer Klosterführung einen Gegenpol zu dem mächtigen Praios-Reichskloster St. Praiodan in Dergelsmund. Dabei kann sie auf die Unterstützung des Hauses Rabenmund setzten, das einst das Kloster gestiftet hat. Die Äbtissin weiß den Rabenmundern ihre Dankbarkeit zu erweisen..

Die umliegenden Felder und ein kleiner Teil des Cardenwaldes sind im Besitz des Kloster (ca. 15 RM insgesamt) Das Kloster betreibt eine Mühle, auch gehören ansehnlicher Viehherden zum Besitz der Gemeinschaft.

Der Konvent ist ein Hort des Bewahrung und der Beständigkeit. Seit Bestehen der Gemeinschaft sind die frommen Brüder und Schwestern auch weit über die Baronie hinaus für ihre Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft bekannt, und oftmals klopfen Hilfesuchende an die Klosterpforte.

Das Klosterspital ist berühmt für seine Heilkundigen, zudem gibt es viele, gleich welchen Standes, die den Rat der Ordensobersten beim Abschluß von Verträgen oder bei der Vermittlung von Streitigkeiten suchen.

Die Beliebtheit der Gemeinschaft, verbunden mit dem traditionell hohen Stellenwert, den die Traviakirche in Darpatien einnimmt, hat auch dafür gesorgt, daß das Kloster einen Machtfaktor in dieser Region darstellt. Die mannigfachen Abordnungen mit Geschenken aus umliegenden Weilern mögen Zeuge dafür sein, daß das Kloster weltlichen wie göttlichen Einfluß genießt. Vor allem zu den Hochämtern an Feiertagen der Göttin nimmt man zumindest einmal im Jahr gerne den langen Weg zum Kloster auf sich

Kaiserhain

570 Einwohner

Garnison: 10 Soldaten des V. Fürstlich-Darpatischen Landbanners („Schleuderer vom Wutzenwald“), 5 Gardisten

Tempel: Travia-, Peraine- und Efferdschrein

Quartier für Reisende, Tavernen und Spelunken, Sattler, Schmiede, Futterer... Kaiserhain ist ein typischer Grenzort, an dem die meisten Bewohner einzig und allein davon leben, die Bedürfnisse der Reisenden zu befriedigen. Hier findet man sogar das einzige Bordell der Baronie, „Der Garten des roten Rausches“. Nichts besonderes für den Verwöhnten, aber auch kein Neppladen wie manch anderswo.

Vier Herbergen und ein halbes Dutzend Schenken sorgen für das leibliche Wohl, zwei Schmiede (einer davon sogar fähig, Waffen herzustellen!) und ein Sattler reparieren oder ersetzen Teile für Kutschen und Sättel. Ein Pferdehändler verkauft mittelprächtige Rösser, ein Futterer sorgt für genügend Heu und Stroh für alles Getier, das über die Grenze geht oder kommt. Die freien Bauern und Fischer liefern ihre Erträge an die Herbergen oder verkaufen sie direkt an die Durchreisenden, was einen guten Gewinn einbringt.

Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und freundlich zu jedermann, wissen sie doch, daß die Reisenden lebensnotwendig sind für den Lebensunterhalt des Dorfes. Und macht man nicht schon seit Jahr und Tag einen guten Schnitt mit all den Wanderern, Pilgern und Händlern, die die Reichsstraße bevölkern? Um dies auch für die Zukunft zu garantieren, bekommt jeder in Kaiserhain das Gefühl vermittelt, willkommen zu sein, was vielen Reisenden schon kurz nach dem Grenzübertritt deutlich macht, daß sie nun in der Provinz sind, die nicht umsonst „Heimat der Gastfreundschaft“ genannt wird.

Das Reichskloster St. Praiodan

Drei Meilen firunwärts von Kaiserhain biegt eine geplasterte Straße gen Efferd. Folgt man dieser , erhebt sich weit sichtbar ein Turm, so trutzig daß er manchen Burgherren vor Neid erblassen lassen würde. Er ist das Kernstück des Reichsklosters St. Praiodan.

Der Konvent wurde auf den Ruinen einer alten Festungsanlage errichtet und bis heute ist dieser Ursprung dem Anwesen anzusehen. In dem mächtigen Turm sind die Räume des Abtes und die Bibliothek untergebracht, aber auch Verliese für jene Frevler, die den Himmelsfürsten beleidigten, sich ketzerischer Reden oder Taten befleißigten oder sich der dunklen Magie hingeben.

Zentrum klösterlichen Lebens ist der Tempel, dessen Kuppeldach auf vielen Rechtschritt von Blattgold überzogen ist (und von dem jeder Abt bisher hoffte, daß es unter seiner Herrschaft völlig in Gold erstrahlen würde). Manches Mal schon mußte der Abt sich die Frage gefallen lassen, wie es denn sein könne, daß seine Schlafstatt höher liege als die Kuppel des Tempels, geändert hat sich trotz allem nichts.

Die anderen Klostergebäude gruppieren sich rings um den Turm: die Küche mit dem großen Refektorium für die fast 50 ständig hier wohnenden Geweihten und Novizen, das Vorratshaus, das Dormitorium, ein Haus für die höheren Geweihten, das Gästehaus, die Latrine etc.pp.

Auch ein Klostergarten (Gemüse, Kräuter und Heilpflanzen) gehört zu dem, von einer zwei Schritt hohen, dicken Mauer umfriedetes Gelände.

Ein zweiflügeliges, mit Eisen beschlagenes Holztor, das von einem güldenen Greifen geziert wird, bietet Einlaß.

Wiewohl St. Praiodan immer noch als Reichskloster bezeichnet wird, ist dies doch nicht mehr als Erinnerung an vergangene Zeiten. Im Jahre 994 v. H. als Stätte der Verehrung für die vergöttlichte Hela-Horas errichtet, wurde es unmittelbar nach der 2. Dämonenschlacht dem Praios geweiht.

Das Kloster ist in heutiger Zeit eine Schule für Novizen. Hier werden junge Menschen zu Geweihten des Götterfürsten geformt. So vergeht jeder Tag mit der Schulung der Novizen in den heiligen Schriften, den Gebeten, der Austreibung böser Mächte, der Rechtskunde usw. Einige bedeutendere Praiosgeweihte haben hier ihre Erziehung genossen, und es sicherlich kein Zufall, daß fast ein Drittel der Ordentlichen Inquisitionsräte hier erste Unterweisungen in der Lehre der Kirche erhielten.

Dementsprechend renommiert und einflußreich ist der Abt des St. Praiodan-Klosters in der Glaubensgemeinschaft der Praiosanhänger, er kann doch genau auswählen, wen er in seine Gemeinschaft aufnimmt und wen nicht.

Zu dem Kloster gehört ein Dörfchen, vornehmlich von Hörigen bewohnt, die der Gemeinschaft untertan sind. Doch auch die Freien schaffen für den Konvent, bestellen die Äcker, hüten das Vieh und beliefern die Brüder und Schwestern mit alledem, das nicht auf dem Klosterland gefertigt werden kann. Denn anders als in Peraine- oder Traviaklöstern ist es bei den meisten Praiosgemeinschaften unüblich, durch eigener Hände Werk das tägliche Brot zu erlangen.

Daß der Abt nicht allein über die ihm Anbefohlenen herrscht, sondern auch über die Freien, das ist schon seit Menschengedenken so, und kein Herzog, kein Fürst, kein Baron hat je gewagt, daran zu rütteln. Warum auch, gehören die Dorfbewohner doch naturgemäß zu den praiosgläubigsten Einwohnern der Baronie und sind damit stets ihrem eigentlichen Herrn, dem Baron, treu ergeben. Solange der nicht in Streit mit dem jeweiligen Abt liegt, versteht sich. Und hier liegt der Hund begraben, denn die Baronie Dergelsmund ist schon seit langem in der Hand der Familie Rabenmund. Das Haus ist zwar durchaus praiosgläubig, doch gehört ihr Herzblut und ihre erste Treue der Traviakirche, deren Oberhaupt von den Rabenmunds seit neun Generationen gestellt wird. Die Todfeinde der Rabenmunds jedoch, die Familie Bregelsaum, pflegt schon seit langen Jahren enge Kontakte zu den Praioten. Was also die Grafschaft Wehrheim trennt, hat hier seinen Kumulationspunkt: das Reichskloster und die Familie Bregelsaum gegen das Innocenzierkloster und das Haus Rabenmund.

Abt Praiomin ist allerdings bestrebt, die Wogen wieder zu glätten, die in den letzten Jahren aufgewühlt wurden. Dies fällt ihm um so leichter, da Fürstin Irmegunde sich beim Kirchenschisma ohne Vorbehalt auf Seiten des rechtmäßigen Boten des Lichtes, Jariel, stellte und dies in der Stadt des Lichts nicht vergessen wurde. Zudem ist der Wahrer der Ordnung, Senne Mittelreich, Pagol Greifax von Gratenfels, ein Onkel Baron Ludegers.

Das Reichskloster hütet ein besonderes Geheimnis, in das nur die hohen Geweihten der Gemeinschaft eingeweiht sind: Zwei magische Kraftlinien treffen sich genau unter dem Tempel! Beide sind eine Linien des Tod. Die erste geht durch die beiden Hochtempel des Boron, quert das Tal der sterbenden Götter, die Orte Brokscal, Tie’Shienna und die Dämonenbrache, die Rüstkammer des Reiches Wehrheim, um am Ende durch urelfisches Gebiet zu gehen, wo Salamandra fließt und der Kvill, wo womöglich der Dunkle Brunnen zu finden ist. Die zweite Kraftlinie beginnt bei Rulat, wo die Answinisten eingekerkert waren, Warunk, dem Sitz des Rhazzazor, Wehrheim - Rüstkammer des Reiches-, Greifenfurt - blutiges Opfer der Orkkriege ... Diese Konstellation würde den Ort zu einem perfekten Ort für Nekromantien machen, und gerade deshalb wurde das Praioskloster hier errichtet. Man mag mutmaßen was Hela-Horas dazu bewogen hat, sich diesen Ort für einen eigenen Tempel zu erkiesen ...

Legenden sprechen von einem Gebeinfeld tief unter dem Tempel, in dem die Knochen von namenlosen Wesen liegen, nicht Mensch, Ork, Troll oder Echse. Wohl gibt es einen Zugang, durch den Turm, wie es heißt, doch allein dem Abt ist es erlaubt, die Katakomben zu betreten. Allerdings versuchen immer wieder Abenteurer - nicht selten durch skrupellose Magier dazu mit blinkendem Gold gedrängt einen Weg in die Höhlen zu finden, um die uralten Geheimnisse, die dort verborgen liegen sollen, zu ergründen. Bisher gibt es jedoch niemanden, der über einen erfolgreichen Raubzug berichtet hätte.

Holderhof

410 Einwohner

Garnison: Keine

Tempel: Firunschrein, Traviaschrein

Holderhof lebt vom Cardenwald, an dessen Nordrand das Dorf liegt. Teerschweler und Pechsieder finden hier ein anständiges Auskommen, der Teer aus ihrer Produktion wird sowohl an die Garnison in Wehrheim, als auch an Bootsbauer und Fischer verkauft. Außerdem nährt der Wald zwei Köhler.

Der Hag allerdings gehört dem Baron und sein Forstmeister achtet streng darauf, daß niemand die Gebote des Herrn übertritt und den Wald über Gebühr nutzt, damit auch in Zukunft Dergelsmunder Teer Geld in die Kassen der Baronie fließen läßt. So ist die Schweinemast im Wald verboten, auch anderes Getier darf nicht hineingetrieben werden, damit die jungen Bäume keinen Schaden nehmen. Die Jagd gebührt allein dem Herrn, wehe dem, der dies Gesetz übertritt.

Der Ort ist wenig aufregend, es gibt keine Herberge und nur eine Taverne, „Axt und Scheit“ geheißen. Fremde verirren sich selten nach Holderhof, finden aber bei jedem Bauern oder Waldarbeiter ein Dach über dem Kopf, so sie nur Geschichten aus der Fremde zu erzählen wissen.

Allenthalben aber ist man zufrieden mit dem Leben hier, der Wald ernährt redlich alle, wozu also in die Ferne schweifen?

Heuthof

330 Einwohner

Garnison: keine

Tempel: Peraineschrein

Über das Dorf gäbe es nichts besonderes zu berichten, außer daß Junker Zornbald von Fuchsbinge zu Heuthof drei der kleineren Höfe zum Lehen hat. Ein kleiner Fischerhafen (eigentlich nicht mehr als ein Anlegesteg) und Bauernhöfe prägen das Antlitz des Weilers. Ein schlichtes Gasthaus namens „Zum Silbernetz“ ist Dreh- und Angelpunkt des Dorfes, in dem die wenigen Reisenden ein einfaches, aber gutes Mahl und einen Strohsack als Lagerstatt bekommen können.

Hundshof

230 Einwohner

Garnison: keine

Tempel: Peraine- und Traviaschrein

Ein ganz gewöhnliches Dorf, bewohnt von Bauern, einigen Fischern ...und Bierbrauern! Und gerade letztere haben es zu einiger Berühmtheit gebracht, ist doch die Familie Hornacker mit ihrem „Dergelsmunder Landwehr-Bier“ nun schon seit 941 B.F. Gräflich-Wehrheimsche Hofbrauerei! Und darauf ist man mit Recht stolz, wird das Bier doch auch in große Teile Wehrheims, Zweimühlen-Zwerchs und Hardsteens exportiert, was wiederum den Baron erfreut, gehört Hundshof doch somit zu den wichtigsten Einnahmequellen Dergelsmunds. Nicht zuletzt deshalb durfte sich die Familie Hornacker der Protektion fast jedes Barons von Dergelsmund erfreuen, was ihr so manches Privileg einbrachte.

Die Bauern von Hundshof sind denn auch damit beschäftigt, Hopfen, Gerste, Malz und was es sonst noch braucht, das kräftige Bier zu brauen, anzubauen.

Port Randolph

190 Einwohner

Garnison: 5 Büttel

Tempel: Efferdschrein

Der Name klingt hochfliegend, doch hat der Ort auch allen Grund dazu, sich stolz über die anderen Weiler zu erheben. Ein Lustschlößchen der darpatischen Fürsten steht nur eine halbe Meile entfernt, Randolphshall geheißen. Erbaut vom ersten Fürsten Darpatiens war das Schloß Zeit seines Lebens ein gern besuchter Ort, und auch die Fürstinnen und Fürsten nach ihm genossen den Blick über den Dergel. Erst seit der Regierung Fürstin Hildelind ist das Schloß verwaist, nur noch der Haushofmeister und einige Diener sehen nach dem Rechten.

Aus der Handwerkersiedlung, die damals die Leute beherbergte, die zum Schloßbau hierhergekommen waren, wurde das Dörfchen Auenhag. Zwar blieben nicht alle Handwerker, dafür siedelte man Bauern an, um das Schloß mit seinen Gästen zu versorgen. Als Fürst Randolph starb benannte sich das Dorf in Port Randolph um, um den geschätzten Herren besonders zu ehren. Stolz sind die Dörfler bis heute auf ihre erhabenen Gäste. Dies schwingt heute noch mit, wenn einer der Fischer von „damals“ erzählt, als Randolph der Große „dort hinten, auf der Bank unter der Weide, das Buch geschrieben hat“ (womit „Der ringende Herr“ gemeint ist) oder als „die Fürstin Hildelind schwimmen gehen wollte und ich einen Blick auf ihren bloßen Leib erhaschte“ und was der Anekdoten noch mehr sind.


Der Rest der Einwohner der Baronie wohnt auf einzelnen Gehöften, die über die Baronie verteilt sind. Dort leben in der Regel zwischen 5 - 30 Einwohner je Hof.

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