Wahrer Bote

BOR 11 Answin

Das Motto des Mondes:

Wenn Brin auf seiner Bahre liegt,

Es eine Chance fürs Mittelreich gibt.

Die wahre Hoffnung auf Answin ruht,

Mit Answin liegt B bald in seinem Blut!


Bestürzende Nachrichten erreiche uns aus Rommilys: Angeblich wurde der Hoffnungsträger des Reiches, Corelian von Rabenmund, feige ermordet.

Welch tapfer-patriotisches Herz hätte aufgehört zu schlagen, wäre diese Nachricht wahr ...

Als Prinz Corelian von den finsteren Verschwörungsplänen Brins und Amöbes Ruch bekam, zögerte er nicht, gen Weidleth zu eilen, zu retten, was zu retten war. Mit einer Verzweiflungstat begab er sich in die Höhle des Löwen. Nur die Sicherheit des Reiches, nicht aber seine eigene achtend, erschien der Kronprinz auf dem Hoftag und versuchte in einer flammenden Rede die Edlen des Reiches nochmals zu ermutigen sich dem Diktat des Despoten Brins und des Lakaien der "Horas"-Knechtin Amöbe, Dexter Nemrod, zu widersetzen.

"Nieder mit den Götterlästerern" scholl sein Ruf. durch die Halle. "Wacht auf, Ihr Edlen des Reiches - Jagt den Despoten von seinem Thron!Heil Answin!"Die Schergen des Reichsverräters überwältigten den Prinzen, und starr vor Entsetzen verfolgten die Edlen des Reiches, wie brutal der Reichskanzler selbst den wackeren, tapferen Prinzen "hinausgeleitete". Kaum waren die Tore hinter ihnen zugeschlagen, erschollen die Laute der Schläge, die auch noch im Saale zu vernehmen waren.

"Ihr brecht mich nicht!", waren die letzten Worte, die man von seiner Hoheit vernahm. Stunden später hieß es lapidar: Der Prinz sei bei einem Fluchtversuch erschossen worden!

Der Leichnam des Prinzen wurde jedoch auf Begehr seiner Familie nicht herausgegeben, vielmehr griff man zu einer flachen Ausrede, daß man den Verräter schon verscharrt habe.

Pah! Wer soll das glauben? Prinz Corelian ist engster Vertrauter des wahren Kaisers - ein Dummkopf, der der Propaganda Glauben schenkt, Nemrod würde sich damit begnügen, ihn zu ermorden. Und so lange das Schicksal Prinz Corelians nicht zweifelsfrei geklärt ist, werden wir die Hoffnung nicht aufgeben!

Nun ist es beschlossene Sache: Das Mittelreich wurde vom selbsternannten Potentaten Brin für ein Almosen an den Erzfeind verkauft!!!!

Wen wundert es, daß da dieLiebfelder sich die Hände reiben. So billig sind Stolz und Ehre niemals zuvor feilgeboten worden!!!!

Als besonders schändlich muß dabei gelten, daß der Reichsverhüter nicht einmal davor zurückschreckte, die Getreuesten des Reiches zu seinen Werkzeugen zu machen. Listig wie ein Wüstenschakal machte er sich Treu und Glauben der Edlen des Reiches zu Nutze, seinen Schandplan zu vollziehen. Dabei schreckte er selbst nicht davor zurück, seine eigen Gemahlin zu täuschen und zu benutzen.

Auf der Tagesordnung des Hoftages stand es geschrieben, daß es an den Edlen des Reiches sei, darüber zu befinden, den Frieden zwischen dem sog. *****-Reich und unserem geliebten Vaterland zu beschließen.

Voller Erstaunen mußten die herausragenden Männer und Frauen des Reiches da lesen, wie billig der Hal-Sproß das Reich zu verkaufen gedachte. Als angebliche Freunde waren die Liebfelder gekommen, doch in ihrem "Freundschaftsschreiben" wimmelte es nur von Forderungen an unser Reich, von Demütigungen und Beschneidungen unserer Souveränität. Gelockt wurde allein mit ener lächerlich geringen Summe, die Amöbe wohl allein aus ihrer Schmuckschatulle zu bezahlen vermochte. Wie sonst ist zu erklären, daß die Liebfelder heftig feixten, als die Summe genannt wurde.

Vom Vater ererbte Dummheit, den Edlen eine solche Zumutung als ernstgemeinten Vorschlag vorzulegen? Die Ignoranz des Machtgeilen? Oder gab es da anders, daß zumindest Brin den Schandvertrag versüßen sollte?

Und so sah es am Tag vor dem Hoftag noch danach aus, als ob die Vertreter der Provinzen sich dem wirren Willen des Reichsverhüters und seines wahren Lenkers, des Reichskanzlers entziehen würden. Überall hörte man es raunen: "So eine Zumutung, das ist doch kein Friedensvertrag, sondern eine Kriegserklärung." "Um ein Appel nd ein Ei will man das Reich verkaufen. Und Amöbe lacht dazu." Selbst die Garetier wollten sich gegen den sogenannten Friedensvertrag aussprechen. Als der Kanzler aber vernahm, wie die Stimmung unter den Baronen war, lief er wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend und verlegte sich auf Drohungen, als seine scheinheiligen Argumente nicht verfingen.

Als dann am nächsten Tage der Hoftag begann, mußten die aufrechten Recken, die sich nicht hatten einschüchtern lassen, feststellen, daß der Kanzler bei vielen mit seinen Drohgebärden Erfolg gehabt hatte. Und um noch die letzten auf ihren Kurs zu zwingen, war man sich gar nicht zu schade, Königin Emer selbst zu dräuen, sich hinter den Irrsinn ihres Gemahles zu stellen. Man mag mutmaßen, womit man diese vernünftige Frau unter Druck zu setzen wußte.

Daß der Königin nicht wohl war als sie verkündete, daß nötigenfalls der Reichsverhüter den Edlen befehlen würde, nach seinem Geheiß zu stimmen, das konnte ein Blinder mit Krückstock sehen. (Weiter auf S. 2)

So stimmte als einzige Provinz die Heimat des wahren Kaisers unter der Führung Fürstin Irmegundes geschlossen gegen den Schandfrieden. Auch Weiden gebührt Hochachtung, ließen einige der Nordleute sich doch auch nicht von den Drohungen einschüchtern und stimmten gegen Amöbe.

Die meisten anderen aber fielen um. Der Gesandte des Lieblichen Feldes grinste breit zu diesem beschämenden Spektakel. Besondere Freude schien es ihm zu machen, als Frau Emer gezwungen wurde, den Bruderkuß mit ihm zu tauschen.

Geschickterweise war der eigentliche Machthaber des Mittelreiches, Dexter Nemrod gar nicht erst angereist, da er seinen Namen offenbar nicht mit diesem Vertrag in Verbindung bringen wollte.

Wie viele aber bald wünschen würden, ihr Ja nicht zu diesem Ausverkauf des Reiches gegeben zu haben, steht außer Frage.


Gareth vertraulich

Kommentar von Graf Paske von Roßhagen:

Welch' bittere Wochen und Monate liegen hinter uns. Nicht genug, daß der Bethanier kaum zu stoppen ist (die siegreiche Schlacht auf den Wiesen bei Vallusa kann doch nicht darüber hinwegtäuschen, daß von dem kaiserlichen Heere fast nichts übrig geblieben ist), jetzt hat Brin auch das Reich an die Liebfelder Gecken verkauft. Für ein Almosen!!! Vergnügt zog die Vinsalter Delegation nach dem Hoftag in ihre Heimat: "Wir hätten auch das Vierfache bezahlt"


Da staunte der stolze Vater nicht schlecht, als die Hebamme aus dem Wöchnerzimmer seiner Frau kam: Gleich sieben quicklebendige Kindchen hatte Tsa ihm beschert!!! "Potzblitz und Tsadank, jetzt brauch ich erst mal einen Schnaps. Aber für jedes einen!"war die Antwort des Burggrafen Oldebor von Weyringhausen. Überglücklich eilte er danach zu seiner Frau, Mergard von Rabenmund j.H., um ihr zu danken. Nicht zum ersten Mal hatte Tsa die Tochter des Hauses Rabenmund so freigebig gesegnet, bereits acht kleine Rangen toben durch die Flure der Burg. Auch die Hebamme, Ortfrieda Bolkenberg, zeigte sich überrascht, ob des Segens, 3 Söhnchen und 4 Töchterlein, alle zwar winzig, aber wohlauf. "Ja, das Rabenmundblut ist göttergesegnet", erklärte die Frau unter Tränen des Glücks und der Rührung, "wenn's da nur mehr von gäb, es wär mir vor dem Dunklen nicht bange. Aber wenn die beiden so weiter machen, dann schaffen die noch ihr eigenes Halbbanner ..."


Der wahre Bote hilft!

Wir lassen Euch nicht allein. Wir setzen uns für Euch ein! Schreibt uns Euer Problem. Wir vollbringen keine Wunder, auch wenn viele Leute es nach unserer Hilfe glauben. So Gerhilde B. aus P, Wäscherin.:

"Erst wollte ich es gar nicht glauben, als die Schergen meines Vermieters vor der Tür standen. Ganze 7 S wollte der Kerl ab sofort für meine Kammer haben. 7 S. So viel verdien' ich doch in einem Mond nicht, schon gar nicht im Winter. Ich wollte schon ins Wasser gehen. Aber dann habe ich mich lieber an den WB gewandt, und schon war die Forderung vom Tisch. Und das Dach hat er auch gleich repariert. WB, ich danke dir! Heil Answin!"


Spendenaufruf

Der Krieg im Osten des Reiches fordert viele Opfer.

Wir können nicht tatenlos zusehen.

Spendet an denWeißen Storch, die Hilfsorganisation für Verwundete und Versehrte.

Wir kümmern uns um die Hinterbliebenen und bilden Feldscher aus.

Der weiße Storch

Das Zeichen der Hoffnung!


Einmal mehr zeigte Seine Kaiserliche Majestät Answin seine überlegene staatsmännische Gesinnung, die ihn in Zeiten der Not über persönliche Schmähungen huldvollst hinwegsetzt, der guten Sache zu dienen.

So entsandte SKM dieser Tage eine Gesandte gen Festum, der neuen Adelsmarschallin des Bornlandes seinen Glückwunsch zu übermitteln, daß es ihr nach nunmehr 15-jährigem Streben endlich vergönnt war, ihr höchstes Ziel zu erreichen, sich den bornischen Prachttopf aufs Haupt zu pflanzen. Vergessen waren die Schmähungen, die SKM in der Vergangenheit von der Hal-Parteigängerin zu erdulden hatte. “Vergessen soll’s sein”, bemerkte seine huldvolle Majestät, “was die Ilmensteinerin da gegen Unsere Person vorzubringen hatte, wir alle wissen doch, daß im bornischen seltener der Verstand als der Meskinnes die Worte bestimmt. Und dafür sollten Wir kein Verständnis aufbringen? Mittlerweile tut es ihr unfraglich längst leid, selbst im fernen Bornland sieht man ja, was die Halsbrut auf dem Throne so treibt."

Die Gesandte SKM Talia von Immeskappelen, mußte kurzfristig für die eigentlich vorgesehene Botschafterin, Idena von Engasal, eine Rahjageweihte, einspringen, die sich, als ihr das Ziel ihrer delikaten Mission zuteil wurde, unpäßlich meldete - wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen berichtet wurde, fürchtete das zarte Rahjageschöpf, daß die rauhe Art der Bornländer ihr nicht zuträglich sei, man erinnere sich an die Gerüchte über eine Schreiberin des AB, die, als sie für einen Bericht über die bornischen Adelshäuser recherchierte, sich der Nachstellungen der Gräfin nur mit Mühen und nicht ohne Blessuren erwehren konnte.

Die Gesandte Talia überbrachte Ihrer Hochwohlgeboren die Grußworte SKM anläßlich einer Feier zu ihrer Machtergreifung. Hier ein Auszug aus den Worten seiner SKM:

“Wir entbieten Unsere aufrichtigsten und wärmsten Glückwünsche Unserer Adelsschwester Thesia. Man mag mir den jovialen Ton nachsehen, aber nachdem wir beide uns seit nunmehr einer Generation auf dem Parkett der hohen Politik tummeln, erscheint es Uns, als wären wir, wenn auch nicht enge Freunde, so doch wie zwei alte Hunde, die sich seit langem anknurren, und die dennoch im Laufe der Jahre den anderen nicht mehr missen mögen.

Vieles verbindet uns, mehr, als es vielleicht zunächst den Anschein hat. Da ist das unerschütterliche Streben für das Beste unseres Landes, welche Widerstände sich uns auch immer in den Weg stellen mögen. Was uns in besonderer Weise verbindet, ist das unerschütterliche Wissen darum, daß wir von Praios ausersehen sind, als sein Werkzeug, unsere Völker zum Besten zu führen. Uns beiden ist zu eigen, den Umständen Folge zu leisten, und wenn diese es erfordern, die Macht einzufordern, die wir brauchen, um unseren Völkern bestmöglich zu dienen. Meine Adelsbase, du hast Uns weiland scharf gescholten für meinen Griff nach der Garether Krone. Nun, da du einen ähnlichen Schritt gegangen bist, wissen Wir, daß du Unsere Tat besser zu verstehen weißt.

Ganz sicher, wenn die Jubelchöre erst verklungen sind, dann werden Stimmen laut werden, die dich an den Pranger zu stellen versuchen. Die dir vorhalten werden, daß du es dreimal auf rechtmäßigem Wege versucht habest, die Krone des Bornlandes zu erringen und dreimal schmählich gescheitert bist. Daß du nun, da es auf dem rechten Wege nicht gehen mochte, du die erste beste Gelegenheit beim Schopfe gepackt hast, die Macht zu ergreifen, ungeachtet der Stimme des Adels. Teure Thesia, laß dich nicht beirren. Auch wenn man dir nachsagen mag, die Krone habest du dir unrechtmäßig angeeignet, Wir rufen dir zu: Laß dich nicht verunsichern, denn du weißt, was für das Bornland gut und richtig ist. Laß dich nicht von jenen Kleingeistern irremachen, die von Usurpation sprechen. Zeiten der Not erfordern anderes Handeln als Zeiten des Friedens.

Laß dich nicht anfeinden von Anwürfen, dein Haß und deine Eifersucht auf deine Konkurrentin seien so groß, daß nicht mehr klares Denken, sondern blinde Wut allein dein Handeln geleitet habe.

Es ist der hehre Zweck, der die Mittel heiligt. Und so rufen Wir dir zu: Folge unbeirrt deinem Weg. Wir freuen Uns, dir die Hand zum Bund zu reichen, teure Adelsschwester, denn nun endlich wissen Wir, daß auch in deiner Brust das Herz einer wahren Herrscherin schlägt.” (...)

Als besonderes Zeichen der Hochachtung SKM übergab Ihro Gnaden der Gräfin noch ein Präsent SKM, ein feines neethisches Fischbeinkorsett der Stärke S (für Supra). “Nicht mit Tand und goldenem Plunder wollen Wir dir meine Aufwartung machen, sondern mit etwas, das du gut gebrauchen kannst. Auf daß Unser altes Mädchen auch zukünftig auf dem politischen Parkett wie auf dem Schlachtfeld eine ähnlich gute Figur mache, wie in seiner Jugend.”

Ihro Hochwohlgeboren zeigte sich sprachlos ob des feinsinnig ausgewählten Geschenkes. Zu einer Danknote an SKM mochte sie sich allerdings nicht aufraffen, wie es auch ein übles Licht auf die Gastfreundschaft der Nordländer werfen muß, daß Ihro Gnaden nicht zum Festbankett geladen ward. Nun, andere Völker, andere Sitten ...


Rahjandra (21): Ich mag es gern ein bißchen härter. Eisenketten gehören für mich zum ständigen Repertoire, schließlich soll es die ganze Leidenschaft sein und nicht nur die halbe.


Ein Vorfall von schier unglaublicher Widerwärtigkeit wurde unlängst ruchbar: Einem Diener des Namenlosen ist es gelungen, sich in die göttliche Verständigung einer Traviapriesterin mit ihrer Schwester im Glauben in Baliho einzumischen. Doch als wenn dies nicht besorgniserregend genug wäre, ging der Finsterling noch viel weiter. Statt nur Mäuschen zu spielen, mischte er sich in die stille Kommunikation ein. "Es war furchtbar" berichtete Schwester Britlinda mit noch immer schreckbebender Stimme. "Der Kerl forderte mich auf, mich auszuziehen. Dann raunte er mir widerwärtigste Anzüglichkeiten zu. Zum Glück war Schwester Schwanhulda so geistesgegenwärtig, die Verständigung zu beenden. Aber mir ist heute noch so, als hörte ich diese ekelhafte Stimme ..."

Bislang ist es nicht gelungen, den Götzenanbeter ausfindig zu machen. Pfeile des Lichts und eine Kommission der Praioskirche sind dem Unhold jedoch dicht auf den Fersen. "Weit kann er nicht sein, dieses Schwein! Und ich verspreche Euch, wenn wir ihn kriegen, wird er seine Taten noch schmerzlich bereuen." so Ihre Gnaden Praiadne von Güldenau, Leiterin des SEK


Bonus! Bonus! Bonus!

Für jeden Leser des WB!!!

2 Talentpunkte

TAW Lesen/Schreiben*

Und das gratis!!!

*Auch für Analphabeten

Folge der allaventurischen Rechtschreibreform  (Svelltal ausgenommen)


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